Pfändungsfreigrenzen für P-Konto steigen

Pfändungsfreigrenzen für P-Konto steigen

Das Bundesministerium der Justiz hat am Montag die neuen Pfändungsfreigrenzen verkündet, die ab dem 01. Juli dieses Jahres gelten werden. Diese Pfändungsfreigrenzen schützen einen gewissen Teil des Arbeitseinkommens im Falle einer Zwangsvollstreckung bei einer Pfändung.

Zum 01.07.2013 steigt der unpfändbere Grundbetrag von 1.028,89 Euro auf 1.045,04 Euro. Sofern gesetzliche Unterhaltspflichten erfüllt werden müssen, erhöht sich dieser Betrag um 393,30 Euro (bisher 387,22 Euro) für den ersten Unterhaltspflichtigen. Für jeden zweiten bis fünften Unterhaltspflichtigen erhöht sich dieser Betrag um weitere 219,12 Euro (bisher 215,73 Euro).  Bei fünf Unterhaltspflichtigen kann der Schuldner also 2.314,82 Euro (bisher 2.279,03 Euro) an Arbeitseinkommen haben, ohne dass gepfändet werden kann – diese Beträge sind auf dem P-Konto vor der Vollstreckung sicher.

Das Justizministerium hat letztmalig die Pfändungsfreigrenzen vor zwei Jahren, zum 01.07.2011 angehoben. Ermittelt werden diese anhand der Entwicklung des steuerlichen Freibetrags für das sächliche Existenzminimum. Da dieser sich seit der letzten Entwicklung um 1,57% erhöht hatte, sind die Grenzen des pfänungssicheren Einkommens entsprechend angehoben und mit der Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung im Bundesgesetzblatt am 08.04.2013 verkündet worden.

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