Hallo,
Mir wurde das Wohngeld abgelehnt, leider weiß ich nicht genau warum und wa sich da jetzt am besten tun kann.
Ich studiere im Augenblick zum zweiten Mal, habe meinen Anspruch auf BAFöG wegen des zu späten Abbruchs im ersten Studium verloren und wollte nun Wohngeld beantragen.
Nun habe ich heute den Brief bekommen, dass wegen meines Einkommens kein Anspruch bestünde.
Zur Finanzierung meines Studiums arbeite ich momentan für die Uni als studentische Hilfskraft für knapp 130€ je Monat und beziehe nebenher noch etwa 500€ von meinen Eltern pro Monat. Zusätzlich dazu arbeite ich noch nach Bedarf auf geringfügiger Basis für etwa 150-200€ im Monat.
Die zu berücksichtigende Miete beträgt laut Ablehnung knapp 123€. ich wohne in einer 3er WG und habe einen Anteil an der Wohnfläche von etwa 16qm.
Die Ablehnung rechnet einmal mit 775€ und zwei mal mit 635€ je Monat an Einkommen. Insgesamt bekam ich in dem Brief gleich 3 Ablehnungen, was wohl auch damit zusammenhängt, dass ich das Nachreichen der Unterlagen habe schleifen lassen. Habe etwa Mitte letzten Jahres den Antrag gestellt und vor etwa einem Monat die letzten unterlagen abgegeben <.<
Nun weiß ich zwar, dass ich keines bekomme, aber nicht, warum. Zwar hängt das mit dem Einkommen zusammen, nur wie genau? Ist das echt schon zu viel? Oder noch zu wenig? Wo kann ich das rausbekommen?
MfG Gunther
Hallo,
die Schere zwischen Miete und Einkommen ist zu hoch. Soll heißen: Dein Einkommen ist angesichts der geringen Miete zu hoch.
Gruß!
Na ganz toll... des heißt, wenn ich weniger Unterstützung von meinen Eltern bekomme, dann bekomme ich Wohngeld?
Dabei meinte die gute Frau von Wohngeldamt, ich solle wenigstens 300-400€ über die Miete hinaus zum Leben haben, damit ich überhaupt was bekomme. Und nun is das zu viel -.-
Nachdem die mir das gesagt hatte, habe ich mich extra mit meinen Eltern geeinigt, dass die mir bissl mehr Geld geben. Ich fühl mich grad echt übers Ohr gehauen. Hab mich damals schon aufgeregt, weil ich nicht wusste, wo ich so viel Geld herbekommen sollte, weil Wohngeld ja keine Sozialhilfe ist... Und dann hau ich meine Eltern an und jetzt isses zu viel...
Wie viel darf man denn verdienen, um welches zu bekommen?
Die Zuschüsse meiner Eltern kann ich da nachträglich sicher nicht runterschrauben, aber vielleicht wenigstens für einen neuen Antrag? Es ist leider für meine Eltern nicht unbedingt leicht, mich mit so viel zu unterstützen und ich wäre auch glücklicher, wenn ich denen nicht so auf der Tasche liegen müsste.
Hallo,
übers Ohr gehauen wurdest Du eigentlich nicht. Die Dame vom Amt hat durchaus Recht, wenn Sie sagte, daß Du 300 -400 € mehr zur Verfügung haben mußt, weil ansonsten das erforderliche Mindesteinkommen nicht erreicht wird. Grob überschlagen brauchst Du für das Mindesteinkommen 600 €. Problem nur, daß dann, wie bereits geschrieben, die zu berücksichtigende Miete wieder zu gering ist, um Wohngeld zu bekommen.
Insofern nutzt es auch nichts, das Einkommen bei einem Neuantrag "herunter zu schrauben" - mal abgesehen davon, daß dies ein Mißbrauch wäre, würde es gar nichts nutzen, weil Du dann wieder unter das Mindesteinkommen rutschst.
Und ich wäre als Steuerzahler nicht glücklicher, wenn Du mir auf der Tasche liegst, obwohl Deine Eltern unterhaltspflichtig und -fähig sind. Nur mal so zum Nachdenken....und ich wäre auch glücklicher, wenn ich denen nicht so auf der Tasche liegen müsste.
Gruß!
Mit anderen Worten: Meine Miete ist grundsätzlich zu gering, um überhaupt Wohngeld zu bekommen... Na das ist ja mal lustig O.o
Nur mal so zum nachdenken: Meinen Eltern fällt es beim besten Willen nicht leicht, so viel Geld für mich "über" zu haben.Und ich wäre als Steuerzahler nicht glücklicher, wenn Du mir auf der Tasche liegst, obwohl Deine Eltern unterhaltspflichtig und -fähig sind.
Ich arbeite nebenher, um die Belastung für die so gering wie möglich zu halten, bekomme kein BAFöG und habe keinerlei sonstigen Anspruch auf staatliche Hilfen, weils sowas für Studenten scheinbar nicht gibt.
Auf der Tasche liegen möchte ich niemandem. Aber staatliche Hilfen gibt es für jeden Mist, nur nicht für mich, weil ich unglücklicherweise nen günstiges 8m² Zimmer gefunden habe und kein Leistungsüberflieger bin?!
Also nichts für Ungut, aber "auf der Tasche liegen" ist eine Beleidigung für meine Lebensumstände...
Dennoch danke für die schnelle Antwort ^^
@ Gunther
erkundige Dich doch nach einen KfW-Studienkredit.
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Niemand pustet uns den Brei auf dem Löffel.
Und wenn wir es nicht selbst tun, dann verbrennen wir uns den Mund in Fetzen.![]()
Danke, aber über Kredite bin ich schon informiert.
Bis dato hatte ich aber wenig Bedürfnis, mich im Zuge des Studiums hoch zu verschulden. Insbesondere, weil das Lehramt wohl alles andere als wunderschöne Einstiegsgehälter bietet, mit denen man mal gemütlich große Kredite zurückzahlen kann.
Ich finde es einfach nur schlimm, dass ich als ordentlicher Student wegen einer Fehlentscheidung plötzlich keinerlei Zuwendung mehr vom Staat bekomme.
Hallo,
schlecht gebrüllt Löwe
Das mit der "Tasche liegen" hast Du hier herein gebracht."auf der Tasche liegen" ist eine Beleidigung für meine Lebensumstände
Naja, eine Fehlentscheidung kann jedem passieren. Aber nicht diese Fehlentscheidung ist der Grund für die Versagung von BaföG, sondern die offensichtlich sehr späte Erkenntnis, daß das Studium nicht passe. Wäre die Umentscheidung früher gefallebn, wäre der BaföG-Anspruch auch noch vorhanden. Insofern finde ich das nicht wie Du "schlimm".Ich finde es einfach nur schlimm, dass ich als ordentlicher Student wegen einer Fehlentscheidung
Das mag sein und fällt wohl auch den wenigsten Eltern leicht. Aber sie sind nun mal unterhaltspflichtig und offensichtlich auch -fähig. Insofern ist der Ruf nach staatlichen Hilfen nicht unbedingt der Weg und die richtige Methode, nur um die Eltern zu entlasten.Meinen Eltern fällt es beim besten Willen nicht leicht, so viel Geld für mich "über" zu haben.
Hmmm. Du willst weder Dich noch Deine Eltern belasten, aber mich als Steuerzahler. Seltsame Ansicht, die durchaus etwas mit Tasche und liegen zu tun haben könnte.Bis dato hatte ich aber wenig Bedürfnis, mich im Zuge des Studiums hoch zu verschulden
Gruß!
Da ich sowieso nix bekomme, kann ich mir es auch sparen, hier weiterhin irgendwas zusammen zu reimen.
Tatsache ist, meine Eltern unterstützen mich in Naturalien und selbst wenn ich großzügig runde, bin ich noch weit von 500 entfernt. Es darf gut und gerne bezweifelt werden, dass ich mit allem zusammen die Untergrenze erreiche - nur um meinen Grund für den Ruf nach staatlichen Hilfen mal auf den Tisch zu legen.
Mehr kann ich meinen Eltern auch nicht zumuten, weil die unglücklicherweise selbst ziemlich hoch verschuldet sind und ich mich jedes mal miserabel fühle, wenn ich die überhaupt um irgendeine kleine Gabe bitten muss, weil ich weiß, dass die viel mehr in den Miesen stehen, als ich.
Dass ich mein Einkommen beschönige, um wenigstens die einzige theoretische Möglichkeit staatlicher Hilfen ab zu greifen, die mir noch bleibt, kann man finden wie man will.
Mitleid mit Menschen, die gut verdienen habe ich aber nicht. Sinn und zweck des sozialen Systems ist es, dass jene die viel verdienen jene fördern, die wenig verdienen. Dass ausgerechnet Studenten davon ausgenommen sind, empfinde ich einfach als Unding.
Gut ich möchte an dieser Stelle nicht großartig rumheulen. Ich wollte mich nur einmal kurz erklären.
Was das BAFöG anbelangt. Ja, ich habe zu spät abgebrochen. Warum ich das nicht als "Fehlenscheidung" bezeichnen darf, ist mir jetzt aber auch schleierhaft.
MfG Gunther
Hallo,
Rein menschlich verstehe ich diese Haltung durchaus. Als Mensch, der gleichzeitig auch Steuern zahlt, verstehe ich das jedoch nicht unbedingt: Schulden sind in den meisten Fällen selbst verursacht (was ich Deinen Eltern jetzt nicht unterstelle). Ich höre sehr oft das Argument, die Eltern sind wegen Haus-, Auto- oder sonstigen Kauf derart verschuldet, daß sie keinen Unterhalt mehr leisten können. Sogleich wird dann nach staatlicher Hilfe gerufen - und mein Argument, daß die gleichen Eltern mindestens 18 Jahre wußten, daß sich ihr Kind irgendwann in eine Ausbildung begeben wird und sie also in ihrer Finanzplanung auch die Unterhaltsfrage berücksichtigen müßten, ignoriert.Mehr kann ich meinen Eltern auch nicht zumuten, weil die unglücklicherweise selbst ziemlich hoch verschuldet sind und ich mich jedes mal miserabel fühle, wenn ich die überhaupt um irgendeine kleine Gabe bitten muss, weil ich weiß, dass die viel mehr in den Miesen stehen, als ich.
Wie gesagt - ich unterstelle das nicht Deinen Eltern und weiß durchaus, daß es auch Fälle gibt, wo selbst bei bester Finanzplanung etwas schief läuft. Auch habe ich bei meiner Ausbildung auch nur sehr sehr ungern meine Eltern angepumpt und hatte jedes Mal ein schlechtes Gewissen angesichts der "Freßpakete", die ich bekommen und sich meine Eltern buchstäblich vom Mund abgespart haben.
Ich persönlich würde in Deiner Lage über die Anregung von franjo nochmal nachdenken und den Bildungskredit ernsthaft genauer betrachten. Zwar willst Du Dich nicht weiter verschulden - allerdings ist das Argument nicht sehr sinnvoll. Hättest Du den Fachrichtungswechsel nicht vorgenommen, hättest Du sicherlich weiter BaföG bezogen, also auch weiterhin Schulden gemacht. Hier beißt sich irgendwo etwas in Deiner Logik.
Natürlich ist das eine Fehlentscheidung - ich habe auch nie etwas anderes ausgesagt. Ich habe eher auf den Zeitpunkt des Erkennens der Fehlentscheidung angespielt. Beginne ich eine Ausbildung, dann weiß ich eigentlich im Normalfall allerspätenstens nach 2 Semestern, ob mir die Ausbildung und das Ausbildungsziel zusagt oder nicht. Soweit ist das auch ok, was BaföG betrifft, weil der Gesetzgeber durchaus diese Art von Fehlentscheidung nicht bestrafen will. Nach 3 und mehr Semestern jedoch zu erkennen, daß einem die Ausbildung aus welchen Gründen auch immer nicht zusagt, scheint mir jedoch nicht mehr als "einfache" Fehlentscheidung. In diesem fortgeschrittenen Semestern weiß ich eigentlich, was auf mich zukommt und kann, was die Ausbildungsförderung betrifft, nicht einfach mal so die Notbremse ziehen.Warum ich das nicht als "Fehlenscheidung" bezeichnen darf, ist mir jetzt aber auch schleierhaft.
Gruß!
Das Recht auf einen Fachrichtungswechsel steht jedem Studierenden zu. Aber... bitte rechtzeitig!
@ Gunther...
Bevor über Deine versäumten Chancen überlegt wird...., meine Verständnisfrage: Hättest Du überhaupt den vollen Satz BAföG "der Höhe nach" erhalten?
Überlege: Und würdest Du ohne die verspätete Exmatrikulation überhapt BAFöG der Höhe nach bekommen?
Falls JA, dann wäre die Einkommenssituation Deiner Eltern tatsächlich angespannt. Da wäre ein Studienkredit die geschmeidigste Art, die Familienkasse zu entlasten und Du bräuchtest nicht während des Studiums zu jobben.
Falls NEIN, worüber und warum reden bzw. schreiben wir hier?
Meine Meinung: Wer meint daß er bedürftig ist, jedoch den langfristigen, günstigen und sicheren Studienkredit ablehnt... ist nicht wirklich bedürftig.
Niemand pustet uns den Brei auf dem Löffel.
Und wenn wir es nicht selbst tun, dann verbrennen wir uns den Mund in Fetzen.![]()
@Hoppel
Das schon, aber nicht von mir. Trotzdem habe ich darunter zu leiden. Wobei "selbst verursacht" doch recht weit fassbar ist. Wenn ich nen Studienkredit aufnehmen, verursache ich mir auch selbst ne große Menge an Schulden. Hab ich die nun verursacht, weil ich studiere oder meine Eltern, weil sie mich nicht ausreichend unterstützen konnten?Schulden sind in den meisten Fällen selbst verursacht
BAFöG indes ist nur zur Hälfte ein Darlehen und zudem zinslos. Die andere Hälfte gibts als Förderung. Das unterscheidet sich schon von einem gewöhnlichen Kredit, auch wenn man als Student noch günstige Konditionen bekommt.
Was den Abbruch anbelangt, so kam ich im ersten Semester sehr gut zurecht. Erst gegen Ende des zweiten Semesters zeichneten sich Probleme ab, wegen denen ich aber nicht sofort an dem ganzen Studium gezweifelt habe. Leider war das Amt diesbezüglich einer anderen Meinung.
Sicherlich ist die Entscheidung nicht gänzlich unbegründet, aber dass mir damit jegliche Förderung verloren geht und ich nur noch mit einem sehr hohen Risiko überhaupt ein Studium anfangen kann, ist trotzdem nicht angenehm. Mit irgendwelchen besonderen Auflagen oder anderen Einschränkungen hätte ich ja leben können, aber das es gleich komplett gestrichen wird ist irgendwie dreist. Ich gedenke weder das System aus zu nützen, noch bin ich irgendiwe zu doof zum studieren, trotzdem verlieren ich alle Unterstützung.
@Franjo
Damals bekam ich um die 330-400€, hat ein bisschen geschwankt, keine Ahnung warum.Und würdest Du ohne die verspätete Exmatrikulation überhapt BAFöG der Höhe nach bekommen?
Das war für mich schon eine verdammt große Menge Geld, so absurd das klingen mag. Obwohl ich in der Zeit kaum Unterstützung von meinen Eltern angenommen hatte, konnte ich in dem Zeitraum sogar eine größere Summe an Geld ansparen. Was nicht zuletzt daran liegt, dass ich es von Haus aus garnicht gewöhnt bin, allzuviel Geld zur Verfügung zu haben. Das besorgt mich auch immer an dem Studienkredit. Ich bin ein lächerliches maß an Luxus gewöhnt und habe kaum zusätzlichen Geldbedarf. Gleichwohl habe ich keine Lust, mich übermäßig zu verschulden.
Obwohl ich gerade am überlegen bin, wie rational diese Einstellung eigentlich ist. Oder wie viel Trotz, Nonkonformismus, Ignoranz, Distinktion und sonstige zweifelhafte emotionale Einstellungen da mit reinspielen...
Vielleicht sollte ich mir das mit den Krediten doch nochmal durch den Kopf gehen lassen. Angeblich ist das Studium ja so die beste Zeit des Lebens, was ich im Augenblick nicht behaupten kann.
MfG Gunther
@ Gunther
Einspruch, Euer Ehren....
Ein Studienkredit oder ein BAFöG-Darlehen sind keine Schulden!
Ein BAFöG-Darlehen und/oder Studiekredit ist eine Investition ind Deine Zukunft!
Schulden entstehen dadurch, daß man/sich Dinge leistet, die man sich normalerweise nicht leisten kann und i. d. Regel überflüssig sind. So z. B. das protzige Auto, wenn - ohne Kreditaufnahme - ein Kleinwagen ausreicht und ein KfZ erforderlich ist.
Oder... Handyverträge... u.s.w.
Also, überlege es Dir mit dem Studienkredit und informiere Dich bei der KfW. Dort gibt es ein wenig andere Regelungen nach einem FAchrichtungswechsel als beim BAföG.
Ich drücke Dir die Daumen...
Und denke daran...
Wer den Durchblick haben will im Leben, muss investieren:
Entweder in Bildung oder in eine Lampe!
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