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Thema: Berechnung Grundfreibetrag bei Behinderung

  1. #1
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    Frage Berechnung Grundfreibetrag bei Behinderung

    Guten Tag zusammen,

    ich helfe gerade einer Freundin beim Kindergeldantrag. Folgender Hintergrund zur Berechnung:

    Leider ist sie wegen eines angebohrenen Fehlers körperlich eingeschränkt und hat GdB 50.
    Sie hat bis jetzt immer Einzelhandel gearbeitet, leider darf sie (auch durch den Arzt bestätigt) nur noch Teilzeit arbeiten, da körperlich auf Dauer nicht mehr gesund ist. Eine Umschulung in einen Bürojob wurde abgelehnt, da sie dafür nicht geeignet sei.

    Nun hat sie im Monat knapp 735€ netto (plus Urlaubs- und Weihnachtsgeld von schätzungsweise 200€ gesamt).
    Zudem bekommt man bei ihrer Arbeit Gutscheine für den Einkauf im eigenen Laden (ca. 75€ Gesamtwert), welche aber sonst nicht auftauchen in der Lohnabrechnung (wegen Steuer).

    Der Grundfreibetrag müsste folgendermaßen für 2016 berechnet werden:
    8652,-€ + 570,-€ (GdB50) = 9222,- €

    Das Einkommen wird wohl einfach so berechnet:
    Lohn: 835,-x 12 + 200,-€ (Sonderzahlung) = 9020,-€
    Gutscheine: 75,-€ x 12 = 900,-€

    Der knifflige Teil ist nun das Gegenrechnen.
    - Müssen die Gutscheine angegeben werden? Die tauchen nämlich nirgens auf.
    - Muss die Werbungskostenpauschale noch gegengerechnet werden?

    Hier käme ich entweder auf folgendes Jahreseinkommen mit Gutscheinen:
    9020,-€ + 900,-€ = 9920,-€ was darüber wäre, aber abzüglich Werbungskosten (-1000,-€) widerum doch darunter
    Oder auf folgendes Einkommen ohne Gutscheine
    9020,-€ ohne Werbungskosten und 8020,-€ mit Abzug der Werbungskosten.

    Was wäre hier richtig und besteht dann ein Kindergeldanspruch rechnerisch? Natürlich muss der dann auch genehmigt werden, aber wir möchten auf alle möglichen Ausreden oder im Falle einer Falschberechnung vorbereitet sein um einen Widerspruch einzulegen.


    Sind über jede Hilfe dankbar

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Theo
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    Standard AW: Berechnung Grundfreibetrag bei Behinderung

    Zitat Zitat von miss80 Beitrag anzeigen
    Leider ist sie wegen eines angebohrenen Fehlers körperlich eingeschränkt und hat GdB 50.
    Sie hat bis jetzt immer Einzelhandel gearbeitet, leider darf sie (auch durch den Arzt bestätigt) nur noch Teilzeit arbeiten, da körperlich auf Dauer nicht mehr gesund ist.
    Wurde eine Rente bei teilweiser Erwerbsminderung beantragt?

    Zitat Zitat von miss80 Beitrag anzeigen
    Müssen die Gutscheine angegeben werden? Die tauchen nämlich nirgens auf.
    Ja, auch Sachbezüge gehören zum verfügbaren Einkommen.

    Zitat Zitat von miss80 Beitrag anzeigen
    Das Einkommen wird wohl einfach so berechnet:
    Lohn: 735,-x 12 + 200,-€ (Sonderzahlung) = 9020,-€
    Gutscheine: 75,-€ x 12 = 900,-€
    zuzüglich Einkommensteuererstattung
    abzüglich Arbeitnehmer-Pauschbetrag

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