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Thema: Privatinsolvenz

  1. #1
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    Standard Privatinsolvenz

    Hallo Community

    ich bin neu hier und hoffe Ihr könnt mir helfen?
    Am 4.12 2009 wurde für mich bei gericht ein Privatinsolvenz-
    verfahren beantragt.
    Vorher wurde versucht mit den Gläubigern eine gütliche
    Einigung zu finden.
    Bis auf einen Gläubiger stimmten dem wohl auch alle zu.
    Nun warte ich auf einen Bescheid vom Gericht wegen der Insolvenz. Jetzt zu meinem Problem. Am 24. 12 2009 erhielt ich als " Weihnachtsgeschenk" vom Amtsgericht Hünfeld einen Mahnbescheid in der der eine Gläubiger nun seine Ansprüche geltend machen möchte.( ich verstehe auch das sie ihr Geld wieder haben möchten).
    Nun weiss ich nicht wie es weiter gehen soll, da ich zwar in Insolvenz gehen könnte aber wenn ich einen Vollstreckungstitel bekommen es mir nichts bringen würde.
    Ich habe gelesen das dieser 30 Jahre bestehen bleibt.
    Meine Anwältin hat diese Summe des Gläubigers aber schon mit in die Insolvenz eingerechnet und ich hatte so grosse Hoffnung das alles gut gehen wird.
    Bin echt verzweifelt und habe Angst das das Alles umsonst gewesen ist.

    Gibt es eine Chance trotzdem Schuldenfrei zu werden?
    Vielleicht hat ja jemand einen Rat für mich?

    Lieben Gruß
    Brinker71

  2. #2
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    Hallo,

    handelt es sich bei dem Gläubiger mit dem Mahnbescheid um den noch offenen oder einen neuen Gläubiger?

    Gruß!

  3. #3
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    Hallo

    bei dem Gläubiger handelt es sich um einen alten Gläubiger(Sparkasse).
    Meine Anwältin hatte die Summe(Schulden) schon mit eingerechnet in die Insolvenzsumme. Nun habe ich wie gesagt am 24. 12 von diesem Gläubiger(Gericht) einen Mahnbescheid erhalten.
    Ich war heute früh gleich bei der Anwältin im Büro, nur sie ist über Weihnachten und Silvester nicht im Hause.
    Wollte mir dort einen Rat holen da ich mir große Sorgen mache, das alles umsonst war.
    Wozu soll ich in die Insolvenz gehen, wenn ich trotzdem noch einen Titel über 30 Jahre habe?
    Für mich bedeutet das, das ich nach dem Insolvenzverfahren immer noch Schulden habe und nicht weiss wie ich sie bezahlen soll.
    Ich bekomme ALG 2 und bin verzweifelt auf der Suche nach Arbeit weil ich es satt habe nichts zu tun. Ich habe mir einen 100 Euro Job gesucht im Wachdienst, da ich diese 100 Euro sehr gut gebrauchen kann und ich dann überhaupt etwas zu tun habe.
    Bewerbungen schreibe ich genug, nur ne Chance bekomme ich nicht.

    na ja egal das Leben muss irgendwie weiter gehen, nur jetzt kommt auch noch das mit der Insolvenz dazu und dieser Mahnbescheid.
    Habe mich hier mal angemeldet um ein wenig Rat zu bekommen.
    Bin über jeden Rat und Tipp sehr dankbar.

    Lieben Gruß
    Brinker71

  4. #4
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    Hallo,

    wenn der Gläubiger in dem Insolvenzverfahren mit einbezogen ist, sehe ich keine Probleme und du solltest dir auch nicht allzuviel Gedanken machen.

    Wichtig ist, daß Du schnellstmöglich den Mahnbescheid an deinen Insolvenzverwalter weiter gibst, damit der das Mahngericht über das Insolvenzverfahren informieren kann.

    Gruß!

  5. #5
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    Vielen Dank Hoppel für deine Antwort.
    Einen Insolvenzverwalter habe ich leider noch nicht, da wohl erst am 4. 12 die Unterlagen beim Gericht eingereicht worden sind. Ich habe nur einen Anwältin für Sozialrecht die auch zugleich Schuldenberaterin ist. Sie hat alles von mir bekommen an Unterlagen.
    Nun habe ich Bedenken das das Insolvenzverfahren zu spät eröffnet wird und ich vorher einen Vollstreckungstitel erhalte.(Gültigkeit 30 Jahre)
    Ab Zustelldatum des Mahnbescheides vom 24. 12 soll ich 14 Tage zum Widerspruch haben und dann könnte der Gläubiger wohl vollstrecken.
    Keine Ahnung was das noch werden soll?
    Ich gehe in die Insolvenz und alles ist umsonst.

    Lieben Gruß
    Brinker71

  6. #6
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    Hallo,

    wenn noch kein Insolvenverwalter bestellt wurde, gehe zum Insolvenzgericht und zeige dort den Mahnbescheid schnellstmöglich vor.

    Gruß!

  7. #7
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    Hallo

    ich wollte mich mal wieder melden. also bei mir ist jetzt
    das Insolvenzverfahren eröffnet worden und ich habe einen
    Rechtsanwalt(Insolvenzverwalter) zur Seite bekommen.
    Tja, nun gehen die Sorgen und Probleme erst richtig los.

    Als erstes wurde mir erstmal mein Konto gesperrt, dann bin ich zum Anwalt hin und habe ihm Auszüge von der Bank bringen müssen. Na gut damit muss man bei einer Insolvenz leben und ich komme auch meiner Mitwirkungspflicht nach.
    Der Schock kam aber dann als ich erfuhr das ich wohl mein Auto verlieren werde, wenn ich nicht einen Arbeitgeber finde der mir bestätigt, das ich den Wagen brauche.
    Ich fange ab Montag ein Praktikum an und hoffe das daraus ein festes Arbeitsverhältnis entsteht und bin auf den Wagen angewiesen. Er ist ein 9 Jahre altes Auto mit 246000 km runter.
    Er soll laut Aussage der Rechtsanwaltsgehilfin zum pfändbarem Gut gehören. Oh man es ist alles so traurig. Es werden auch alle zukünftigen Arbeitgeber von meiner Insolvenz erfahren wurde mir gesagt. Ich solle doch dann vorher schon mit den Arbeitgebern darüber reden. Nur welcher Arbeitgeber findet sowas schön und freut sich darüber??
    Versteh die Welt nicht mehr.

    Hätte ich das doch alles bloss gelassen. :

    Gruß Brinker71

  8. #8
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    Ich verstehe überhaupt nicht, warum Du all das erst jetzt erfährst.

    Ich war bei der Schuldnerberatung der Caritas und wurde über diese Punkte sehr ausführlich informiert, so dass ich mir angesichts all dieser unangenehmen "Nebenwirkungen" erst einmal in aller Ruhe Gedanken machen kann, ob ich den Schritt in die Privatinsolvenz überhaupt tun möchte oder nicht.

    Meiner Meinung nach hat Deine Schuldnerberaterin ihre Arbeit offenbar nicht ordentlich erledigt, und das tut mir sehr leid für Dich!

  9. #9
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    Hallo und vielen Dank für die Antwort.
    Tja ich habe keine Ahnung warum ich davon nichts wusste.
    Sie war eine Anwältin und hat mir erstmal 500 Euro abgeknöpft für Ihre Dienste da ich bei einer normalen Schuldnerberatung noch länger hätte warten müssen, da die kostenlosen Beratungen
    zu voll sind. Ich hätte also noch länger darauf warten müssen in die Insolvenz zu gehen und bei mir war es leider schon 5 vor 12.
    Also ich bin wirklich erstmal froh das alles geklappt hat aber nun habe ich richtig Angst davor das dringend benötigte Auto zu verlieren.
    Ich habe nicht viel an persönlichen Werten und Habseligkeiten aber der Wagen ist noch mit das einzige was mir geblieben ist.
    Ich kann nur hoffen einen Arbeitgeber zu finden der mir soweit entgegen kommt, das ich wenigstens das Auto behalten darf.(wegen Arbeitsweg)

    Gruß Brinker71

  10. #10
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    Hallo

    ich habe heute aus meinem Briefkasten ein Schreiben
    meines Insoverwalters geholt, in dem er mir mitteilt
    mir meine Mietkaution für meine Wohnung wegzunehmen. Er hat sich mit meinem Vermieter in Verbindung gesetzt um die Mitekaution in Höhe von 600 Euro zu bekommen. Mein Vermieter
    hat dem Insoverwalter geantwortet und Ihm darauf hingewiesen das ich dadurch meine Wohnung verlieren werde, da dadurch auch die Mitgliedschaft in der Wohnungsgenossenschaft enden wird.
    Nun soll ich laut Angebot meines Insoverwalters von meinem Alg 2 eine Ratenzahlung leisten in der ich meinen Kaution wieder erhalten kann bzw. nochmal von vorne anfangen kann die Kaution
    aufzubauen.
    Das Mietverhältnis würde laut dem Schreiben meines Vermieters am 31.12 2010 enden.

    Was ist das nur für eine verrückte Welt?? Ich habe mich vielleicht mal in früheren Tagen mit dem Kredit übernommen und muss dafür gerade stehen. Das sehe ich ja auch ein aber irgendwann ist doch auch mal Schluss. Was soll ich ohne Wohnung machen??
    Das zehn Jahre alte Auto mit 250000km wollten sie mir schon wegnehmen und nun meine Wohnung.

    Verstehe das alles nicht mehr und habe die Schnauze echt voll. Sorry dafür aber es reicht auch langsam.
    Ein Frage habe ich noch, habe ich eigentlcih ein Recht darauf meinen Insoverwalter persönlich kennenzulernen oder bei Ihm einen Termin zu bekommen?
    Bisher wurde mir dieser Wunsch von der Rechtsanwaltsgehilfin immer verneint.

    Bitte gebt mir mal einen Tipp oder ein paar Antworten. Brauche dringend Rat!!!

    Vielen Dank an Euch.

    LG Brinker71

  11. #11
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    Standard Insolvenz

    Hallo Brinker 71,

    der Einzug von Genossenschaftanteilen ist zulässig, wenn diese nicht zusätzlich verpfändet wurden. Es hilft dann auch nichts, den Anteil mit Raten unter den gleichen Bedingungen wieder anzusparen, s.o..

    Was willst du vom Treuhänder? Der wickelt ein Verfahren ab.

    Deine Anwältin bzw. Schuldenberaterin hätte dich darauf aufmerksam machen müssen, damit ggf. entsprechende Maßnahmen hätten ergriffen werden können. Schadenersatzpflicht aus Beratungsvertrag!

    Gruß.

  12. #12
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    @ hansedgar

    Vielen Dank für deine Antwort.
    Ja leider ist mir das nicht vorher gesagt worden. ich war auch gestern nochmal bei der Anwältin(Schuldnerbaraterin) um nochmal nachzufragen. Sie sagt mir, das Sie so einen fall auch noch nicht hatte und auch nicht wüsste warum der Treuhänder(Anwalt) jetzt die Anteile(Genossenschaft) haben wolle.
    Sie hat mir dazu geraten, beim Amtsgericht einen Widerspruch einzulegen, da ich ja sonst von Wohungslosigkeit bedroht bin.
    Die Anteile beim Vermieter sind aber auch gleichzeitig die Mitgliedschaftsanteile. Mir ist vom Vermieter angeboten worden, nochmals die Anteile (600 Euro) in Raten zu je 35 Euro monatlich einzuzahlen um neue Anteile zu haben. Ich soll die Raten vom unpfändbaren Teil zahlen, also vom ALG 2.

    Ich habe bei der Schuldnerberaterin(Anwältin) damals einen Gebühr in Höhe von 500 Euro in Raten abbezahlt um schneller in die Insolvenz zu kommen.
    Ich denke nicht das ich Schadenersatz fordern könnte. Sie ist Anwältin und ich nur ein kleiner Schuldner der am kürzeren Hebel sitzt.

    Zum Insoverwalter kann ich nur soviel sagen, das es mir schwer fällt nicht mal diesem Menschen persönlich kennen zu lernen. Ich wüsste schon gerne mit wem ich es zu tun habe.
    Dauernd wird man am Telefon vertröstet und mir wird gesagt das ich ja eh alles schriftlich erhalte und es darum auch keinen Grund gibt den Herrn Anwalt persönlich zu treffen.
    Vielleicht hätte ich ja dann auch mal eine Chance mit Ihm auch ein paar Angelegenheiten zu klären oder man einigt sich bei wichtigen Dingen untereinander( per Vertrag).
    Man kann vieles aus dem Weg räumen in einem persönlichem Gespräch.
    Das ist meine Meinung und so wie ich schon oft im Netz oder auch hier im Forum gelesen habe, gibt es durchaus die Möglichkeit den Insoverwalter zu treffen oder persönlich kennen zu lernen.

    Entschuldigung für meine langen Zeilen aber es nimmt mich alles ziemlich mit und es kostet viel Kraft und Nerven.
    Ich bin auch sehr froh das es dieses Forum gibt in dem ich mir da mal von der Seele schreiben kann.

    Gruß Brinker71

  13. #13
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    Mir ist das jetzt alles ein wenig zu hoch. Heißt das, dass mein Insolvenzverwalter im Falle einer PI meine bei den Vermietern hinterlegte Mietkaution pfänden dürfte? Und dass ich dann von meinem nicht-pfändbaren Einkommen die Kaution erneut aufbringen müsste, und das notfalls per Ratenzahlung? Dann hätte ich ja wieder Schulden, und die darf ich doch gar nicht machen, wenn ich mich in der PI befinde! Und die Antwort auf die Frage, warum es nicht möglich ist, seinen Insolvenzverwalter/ Treuhänder persönlich kennenzulernen, würde mich ebenfalls brennend interessieren.
    Hoppel, Du scheinst doch "vom Fach" zu sein, was sagst Du dazu? Ich finde es sehr beunruhigend, was Brinker71 erlebt...

  14. #14
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    @ Hama

    Ich will hier wirklich keine Panik machen aber ich erlebe zur Zeit nur noch Sachen bei der Privatinsolvenz bei den ich echt mit dem Kopf schütteln muss.
    Vielleicht habe ich auch einfach nur Pech gehabt was die Insolvenz angeht. Ich habe mich, wie schon geschrieben, in einigen Foren und allgemein im Netz informiert und muss sagen
    das wohl alle anderen ziemliches Glück gehabt haben mit ihrer Insolvenz. Ich jedenfalls habe ALLES offenbart und muss nichts verstecken da ich eh nichts mehr habe.
    Was will man mir noch nehmen?? Ich brauche meine Wohnung und wenn es so sein soll dann müssen sie mich schon raustragen.
    Ich kann Dir Hama aber sagen das Du wohl Glück hast mit deiner Kaution da nur Geschäftsanteile bei einer Genossenschaft gepfändet werden dürfen.
    Ich jedenfalls muss per Ratenzahlung an den Vermieter nochmal die 600 Euro aufbringen um das Recht auf einen Wohnraum zu haben.
    Vielen dank lieber unbekannter Insolvenzverwalter!!!!

    Gruß Brinker71

  15. #15
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    Standard Insolvenz

    Hallo Brinker,

    leider hast du nicht nur kein Glück, du kannst auch nicht lesen.

    Wenn du erneut Vermögen in Raten bildest für einen Genossenschaftsanteil, kann dieser eingezogen werden nach Kündigung durch den Treuhänder. Dann sparst du wieder den Genossenschaftsanteil an, der dann wieder durch den Treuhänder ..... und so weiter und so fort. Oder wolltes du das alles gar nicht so genau wissen?

    Gruß.

  16. #16
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    @ Hansedgar

    ich kann sehr wohl lesen!! Wo ist dein Problem??
    ich habe hier im Forum ganz normal geschrieben und wollte mal ein paar Tipps haben, ich denke dafür ist dieses Forum gemacht.
    Wenn Du so überschlau bist, dann freut es mich für dich.
    Und bevor Du mich weiter des Analphabetismus bezichtigst, möchte ich Dich bitten dann doch lieber gar nichts zu schreiben.

    Ansonsten bin ich über ernst gemeinte Tipps und Ratschläge in meinem Fall sehr dankbar.

    Vielen dank dafür!!

    Gruß

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