Hallo,
vor 6 Jahren ist meine Mutter von daheim ausgezogen. Bis letzten September habe ich mit meinen zwei Brüdern bei meinem Vater gewohnt. Meine Mutter hat in der Zeit keinen Cent für uns Kinder gezahlt. Seit September wohne ich in einer eigenen Wohnung, für die ich allerdings lediglich mein Kindergeld zahlen muss, da sie meinem Opa gehört. Neben der Schule (13. Klasse, Gymnasium) gehe ich arbeiten, verdiene ca. 400€ im Monat und lebe alleine von diesem Geld. Nun ist es so, dass ich Mitte April Abitur schreibe und mich die nächsten Monate intensiv darauf vorbereiten sollte. Das heisst, ich sollte in der Zeit lieber lernen als 2x die Woche arbeiten zu gehen. In einem ersten Gespräch mit meinen Eltern haben sich beide damit einverstanden erklärt, mich wenigstens bis zum Abitur jeweils mit 110€ monatlich zu unterstützen. Mein Vater tut dies auch sehr gerne. Meine Mutter (Kauffrau für Bürokommunikation) weigert sich allerdings nach wie vor, mich zu unterstützen. Mir kommt es so vor, als hätte sie sich mit ihrem Auszug gleichzeitig von uns Kindern befreit und glaubt seitdem, nicht mehr für uns sorgen zu müssen. Zu meinem Verhältnis zu meinen Eltern: Sowohl mit meinem Vater als auch mit meiner Mutter verstehe ich mich wirklich super.
Nun meine Frage: Es ist doch keinenfalls gerecht, dass mein Vater seit 6 Jahren für mich sorgt und mich auch jetzt unterstützt, während meine Mutter den Großteil ihres Einkommens für ihre großzügige Wohnung, Klamotten, etc. ausgibt und mir Zahlungen (vor allem jetzt, schließlich geht es um meinen Abischnitt) verweigert?! Kann ich rechtlich Ansprüche für Unterhalt geltend machen?
Ich hoffe, Sie verstehen meine Lage und stempeln mich nicht als 19-Jährige, die möglichst viel Geld von ihren Eltern haben möchte, um ein schönes Leben zu führen, ab. So ist es nicht! Ich arbeite sehr gerne, finde es super, auf eigenen Beinen zu stehen, möchte nichts lieber als ein Ende dieser ewigen Gelddiskussionen und verlange dabei wirklich nicht viel von meiner Mutter. Seit 6 Jahren versuche ich mit ihr darüber zu reden. Seit 6 Jahren sagt sie immer wieder "Klar unterstütze ich dich" und seit 6 Jahren kommt nichts von ihr.
Lieben Gruß, Jasmin
Geändert von Pikary (05.03.2008 um 10:06 Uhr)
Hallo
also Dir steht Unterhalt in Höhe von insgesamt 640 € zu. Das Kindergeld ist an Dich zu leiten und von dem Bedarf abzuziehen. Der Rest ist von beiden Elternteilen im Verhältnis zu ihrem Einkommen aufzubringen. Das kannst Du notfalls einklagen denn so sind die Bestimmungen im BGB und in der DDT.
Vielleicht lässt Du die Mutter mal per Anwalt auffordern damit sie merkt dass es für die paat Monate jetzt mal Zeit wird dass sie zahlt.
Gruss und viel Erfolg
Andy
Dankeschön für ihre Antwort!
Freut mich, dass ich richtig lag mit meiner Vermutung. Auch wenn es mir nicht leicht fällt, werde ich die Sache wohl wirklich einem Anwalt übergeben. Kinder haben ihren Eltern gegenüber ja leider nicht sehr viele Möglichkeiten in so einem Fall. Wenn die Eltern sich weigern, hilft auch eindringliches Reden nicht.
Lieben Gruß, Jasmin
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