+ Antworten
Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: BAföG nach Studienabbruch + Umorientierung

  1. #1
    luq
    luq ist offline
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    07.10.2009
    Beiträge
    4

    Standard BAföG nach Studienabbruch + Umorientierung

    Hallo,

    da mir leider auch die netten Damen in unserer BAföG stelle nicht helfen können und mich nur mit einem "warten sie ab" vertrösten, hoffe ich, daß mir zumindest hier jemand helfen kann oder zumindest Mut machen kann.

    Ich habe 2006 mein Studium der Elektrotechnik begonnen und habe im ersten und zweiten Semester ganz regulär BAföG (knapp unter dem Höchstsatz) erhalten. Anfang des dritten Semesters habe ich dann allerdings keine Immatrikulationsbescheinigung an das BAföG-Amt geschickt, da mir da schon klar war, daß Elektrotechnik nicht mein Fall ist. Ich habe dort auch angerufen und nachgefragt ob dies aussreicht und es hieß es würde ausreichen das so zu machen wenn ich nicht weiterhin BAföG beziehen möchte.

    Ich war allerdings noch für das dritte Semester immatrikuliert, da ja die Studiengebühren per Lastschrift in den Semesterferien abgebucht wurden und meine Entscheidung eigentlich erst ca. Mitte September feststand. Eine Rückbuchung war laut FH dann auch nicht mehr möglich, also war ich wie erwähnt für das dritte Semester immatrikuliert. Die Exmatrikulation erhielt ich ca. im März 2008

    Anschließend bin ich ersteinmal zu meiner Oma gefahren, weil es ihr gesundheitlich nicht gut ging und dort bin ich dann auch gut ein halbes Jahr geblieben bis ich dann in einer Einrichtung für mehrfach geistig- und körperlich Behinderte ehrenamtlich angefangen habe Vollzeit zu arbeiten bis September diesen Jahres.

    Ich habe durch die Arbeit sozusagen meinen "Sinn" gefunden und wollte weiterhin definitiv in dem Bereich bleiben. Da mir das Soziale und der Umgang mit Menschen Spaß bereitet und mich erfüllt, entschied ich mich erneut für ein Studium in dieser Richtung. (Soziale Arbeit)

    Da ich ja ehrenamtlich gearbeitet habe und somit nicht wirklich Geld angehäuft habe, neigen sich meine Ersparnisse langsam aber sicher dem Ende zu. Ich kann höchstens bis Ende Dezember meine Miete zahlen und dann steh ich vor dem Nichts sofern ich kein BAföG erhalte.

    Mit dem Nebenjob ist das nun auch so eine Sache. Ich pendle jeden Tag zur Fachhochschule und hätte somit nur Samstags und Sonntags frei und durch diese Unflexibilität ist es fast unmöglich einen Job zu finden, außerdem würden diese zwei Tage Arbeit auch nicht wirklich ausreichend sein um mir das selbstständig finanzieren zu können.

    Mein Problem ist nun, daß mir eine Dame am Telefon gesagt hat, mir stehe kein BAföG zu, da ich ja anscheinend keinen trifftigen Grund genannt habe warum ich mein Studium abbreche, von einer anderen wiederrum hörte ich es sei kein Problem.

    Das nächste Problem ist, daß es meinen Eltern seit der Wirtschaftskrise finanziell richtig schlecht geht, vor allem da meine Mutter ihre Tätigkeit aufgrund einer Krankheit nicht mehr ausüben kann. Ich habe noch zwei Geschwister die zur Schule gehen und meine Schwester zahlt alleine 150€ für die Fahrtkosten pro Monat.

    Ich war auch im Sozialamt und da hieß es nur Studenten hätten "hier" nichts verloren, außer als Härtefall, aber da würde mein Gesuch anscheinend auch abgelehnt werden.

    Vielen Dank im Voraus für die Antworten

    Lukas

  2. #2
    Super-Moderator
    Registriert seit
    23.07.2009
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    2.018

    Standard

    Hallo,

    eine weitere Förderung ist nur nach einem Fachrichtungswechsel spätenstens im 3. Semester möglich. Das ganze ist recht kompliziertz, es sei auf die Ausführungen hier verwiesen. Ob nun ein echter Fachrichtungswechsel oder gar Studienabbruch vorliegt, kann ich aus Deinem Text her 1nicht so richtig beurteilen, bin aber auch kein BaföG-Experte.

    Gruß!

  3. #3
    luq
    luq ist offline
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    07.10.2009
    Beiträge
    4

    Standard

    Wie ich bereits schrieb, habe ich davor Elektrotechnik studiert und mit einem Jahr Pause dazwischen anschließend Soziale Arbeit angefangen.

    Ich werd da nicht so schlau daraus. Die nette Dame mit der ich heute sprach, ein Fachrichtungswechsel muss nahtlos an das vorherige Studium stattfinden, deshalb steht mir nun kein BAföG mehr zu, aber das hatte ich etwas anders in Erinnerung..

  4. #4
    Super-Moderator
    Registriert seit
    23.07.2009
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    2.018

    Standard

    Hallo,

    das mit der Pause dürfte tatsächlich das Problem sein,weil Du ja damit die studentische Ausbildung ohne unabweisbaren Grund abgebrochen hast. Der Fachrichtungswechsel bedeutet tatsächlich, daß ich ohne Pauseeine neue Fachrichtung einschlage.

    Gruß!

  5. #5
    luq
    luq ist offline
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    07.10.2009
    Beiträge
    4

    Standard

    Und genau das ist das Witzige an der Sache.

    Ich habe ja nach dem Abbruch die Dame am Telefon gefragt was denn wäre, wenn ich im darauffolgendem Jahr nocheinmal studieren möchte. Ob mir denn dann BAföG zustehen würde und sie hat mit "Ja" geantwortet.

    Genauso wie die Damen hier im Landratsamt, ich habe denen meine Situation genauestens erklärt und BEIDE sahen kein Problem darin.

    Ich hab jetzt eine Wohnung mit einem festen Mietvertrag, habe meine Arbeitsstelle aufgegeben und bin umgezogen, weil ich mich auf die Aussagen dieser drei Damen verlassen habe. Mit einem Minijob könnt ich mir das alles sowieso nicht finanzieren, das würde vielleicht Miete+Fahrtkosten decken und bei meinem Vorlesungsplan kann ich nur am Wochenende arbeiten.

    Am Freitag war ich mich in der Arbeitsagentur erkundigen und die meinten es sieht wohl so aus, daß ich zu meinen Eltern ziehen MUSS und mir einen Job suchen muss bzw. sie sagten, achtung ich zitiere: "Schmeißen sie das Studium hin und suchen sie sich nen vernünftigen Job wie alle anderen auch".

    Das mit den Eltern könnte ich natürlich in Erwägung ziehen, aber erstens bin ich jetzt 25 und zweitens wohnen meine Eltern gute 90km von der Hochschule weg und die Anbindung dort ist nicht wirklich die Beste..

  6. #6
    Super-Moderator
    Registriert seit
    23.07.2009
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    2.018

    Standard

    Hallo,

    Ich habe ja nach dem Abbruch die Dame am Telefon gefragt was denn wäre, wenn ich im darauffolgendem Jahr nocheinmal studieren möchte. Ob mir denn dann BAföG zustehen würde und sie hat mit "Ja" geantwortet.

    Genauso wie die Damen hier im Landratsamt, ich habe denen meine Situation genauestens erklärt und BEIDE sahen kein Problem darin.
    Mündliche Aussagen sind kaum welche, auf die man sich unbedingt verlassen kann.

    Ansonsten bin ich zu wenig Bafög-Experte, um hier eventuelle Möglichkeiten ausloten zu könen. Vielleicht meldet sich ja noch einer der Experten hier im Forum.

    Du solltest aber vor Ort auch eine Beratungsstelle aufsuchen, weil nur anhand der konkreten Unterlagen eine genaue Beratung möglich sein dürfte.

    Entweder wendet Du Dich an die Studentenvertretung Deiner Uni oder sucht Dir hier eine Beratungsstelle aus.

    Gruß!

  7. #7
    luq
    luq ist offline
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    07.10.2009
    Beiträge
    4

    Standard

    Ist mir klar, daß man sich nicht darauf 100%ig verlassen kann, aber ich war mir ja schließlich ziemlich sicher da mir alle drei Damen sozusagen das "Okay" gegeben haben. Schließlich sind ja alle drei für BAföG-Angelegenheiten zuständig und alle drei waren der Meinung es wäre ohne Problem möglich. Die zwei im Amt hier haben sogar einen Einblick in alle meine Unterlagen gehabt.

    Ich werd jetzt mal schauen was sich da machen lässt. Ich hab jetzt zwar Einspruch eingelegt, aber ich glaube nicht, daß da so viel dabei rauskommt.

    Im Moment finde ich es einfach nur witzig, daß sich keiner so recht für Studenten zuständig fühlt. Mir ist zwar klar, daß ALG 2 eigentlich nicht dazu gedacht ist als Ausbildungsförderung zu dienen, aber wie auf den Ämtern mit einem umgegangen wird, ist mehr als grausam.

    Morgen habe ich einen Termin an der Hochschule, vielleicht können die mir da weiterhelfen, ich bin im moment wirklich ratlos. Wenn ich das Studium abbrechen muss, steh ich mit 25 komplett ohne Ausbildung da, da muss es einfach irgendwelche Möglichkeiten geben :P

+ Antworten

Ähnliche Themen

  1. bafög nach mehrfachem studienabbruch?
    Von campele im Forum Fachrichtungswechsel - Leistungsnachweise - Studienabbruch
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 27.07.2011, 02:50
  2. Weiterhin BAföG nach Studienabbruch?
    Von Nani im Forum Fachrichtungswechsel - Leistungsnachweise - Studienabbruch
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 11.08.2010, 10:07
  3. Die ewige Frage: Studienabbruch nach 4 Sem., neues Studium, Anspruch auf Bafög?
    Von ToL im Forum Fachrichtungswechsel - Leistungsnachweise - Studienabbruch
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 03.04.2010, 00:08
  4. schüler-bafög nach studienabbruch
    Von Spinelli im Forum Anspruch und Antrag
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 15.02.2010, 17:49
  5. Bafög über 30 nach Studienabbruch?
    Von timo-tee im Forum Fachrichtungswechsel - Leistungsnachweise - Studienabbruch
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 05.11.2009, 13:07

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein