Hallo
Ich (26) möchte gern das normale Studenten-BAföG beim zuständigen Studentenwerk beantragen.
Obwohl ich schon seit meinem 16. Lebensjahr nicht mehr bei einem meiner getrennten Elternteil lebe, eine Ausbildung habe usw. muss ich jetzt meinen Eltern, die wohnen nicht in meinem Bundesland und beide in völlig verschiedenen B.ländern, quasi "hinterherlaufen". Beide Elternteile sind weder vermögend, noch in Arbeit; beziehen soziale Transferleistungen.
Bei meiner Mutter ist das noch relativ einfach, sie bemüht sich mir alle Unterlagen zu geben. Doch zu meinem Vater habe ich ein mehr als zerüttetes Verhältnis, erhalte keine Auskünfte von ihm.
Was kann ich machen, um die Bearbeitung des BAföG-Antrages doch noch irgendwie "füllig" hinzubekommen? Kann das BAföG-Amt sich da nicht irgendwie "einschalten"?
Hat jmd. damit Erfahrung, oder hilfreiche Tipps?
Wäre echt nett - Danke!
Sebastian
Das Amt kann sich einschalten. Wenn Du Deinen Antrag stellst, musst Du ja Deine Eltern mit angeben. Wenn Du denen mitteilst, dass keine Auskünfte zu holen sind, werden Deine Eltern angeschrieben und sind verpflichtet, Angaben zu machen. Sollten sie dies nicht tun, kann BAföG als Vorschuss gewährt werden, der sich dann ggfls. von den Eltern zurück geholt wird.
Das Problem hatte ich auch. Damals musste ich einen Brief per Einschreiben mit Rückschein an meinen Vater schicken (Du solltest Dir aus rechtlichen Gründen den Brief kopieren), nachdem ich den Rückschein erhielt, musste ich diesen, nach einer bestimmten Frist, in der mein Vater nicht reagiert hat, dem Amt vorlegen.
Ist zwar stressig, allerdings zumindest eine kleine Hilfe. Denn dann wendet sich das Amt schon eher direkt an die Eltern. (Mit der Information ohne Nachweis sind die Beamten leider weniger aktiv.
Viel Glück & lass Dich davon nicht stressen!![]()
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