Promotion - Anfertigen einer Doktorarbeit - promovieren
Jeder Student hat schon einmal von der Promotion gehört. Doch nicht jeder absolviert diese auch tatsächlich. Die Promotion ist im Grunde genommen aufbauend auf dem eigentlichen Studium. Das heißt, man studiert ein bestimmtes Fach und schließt sein Studium sodann mit einem Diplom ab. Darauf aufbauend kann man jedoch auch noch eine Stufe höher steigen, sofern man denn ambitioniert genug ist, und sich den Doktortitel holen.
Voraussetzung dafür ist jedoch die Promotion. Darunter versteht man die wissenschaftliche Erarbeitung eines Themas. Am besten erkennt man den Sinn der Promotion im direkten Vergleich zum Diplom. Beim Diplom muss man eine Diplomarbeit schreiben, die sich in der Regel als eine Zusammenfassung der aktuell vorhandenen Literatur darstellt. Man muss also nur vorhandenes Wissen zusammenfassen und die Kenntnisse dazu erlangt haben. Bei der Promotion hingegen, muss man wissenschaftlich arbeiten. Das heißt, hier muss man in jedem Fall erst einmal verschiedene Untersuchungen durchführen und Ergebnisse erzielen. Deren Auswirkungen auf das jeweilige Thema müssen dann entsprechend zusammen gefasst werden und in der Promotion, einer Arbeit mit mehreren Hundert Seiten Umfang in der Regel, dargestellt werden. Ferner muss diese Arbeit entsprechend veröffentlicht und vor einer Jury verschiedener Professoren verteidigt werden.
Bevor man sich jedoch an die Promotion heran wagt, sollte man sich einige Gedanken dazu machen. So ist es zunächst einmal wichtig, dass man sich darüber klar wird, dass eine Promotion jahrelange, harte Arbeit mit einem geringen Einkommen bedeutet. In der Regel erhält man den Doktortitel erst in einem Alter von mehr als 30 Jahren. Der Berufseinstieg verzögert sich also entsprechend. Zudem sind die Berufschancen in der freien Wirtschaft als promovierter Einsteiger nicht unbedingt rosig. In der Wirtschaft gilt man häufig als überqualifiziert und deshalb auch viel zu teuer. Mitunter kann man eine Promotion deshalb auch neben dem Beruf machen. Allerdings sollte man dies mit dem Arbeitgeber absprechen und diesen um entsprechende Verkürzung der Arbeitszeit bitten. Denn eine Promotion rein nebenher ist nicht anzuraten, da die Belastung einfach zu groß wäre. Entscheidet man sich dennoch für die erstere Variante und konzentriert sich voll und ganz auf die Promotion, so sollte man in jedem Fall versuchen, nicht länger als drei Jahre an dieser zu arbeiten.
Dabei muss man während dieser Zeit auch einige, zum Teil herbe Rückschläge verkraften. Denn die Motivation ist nun nicht immer gleich bleibend hoch. Kein Wunder also, dass aktuell gut ein Drittel aller Studenten, die die Promotion beginnen, diese auch wieder abbrechen. Dennoch lohnt es sich, denn am Ende winken neben dem Doktortitel noch viele weitere Vorteile durch die Promotion.
Zum einen kann man sich sicher sein, dass man zumindest in der Forschung einen Arbeitsplatz erhält. Auch in der freien Wirtschaft kann man das Glück haben, einen tollen Arbeitsplatz zu finden, der zudem noch fürstlich entlohnt wird. Zum anderen kommt auch das höhere Ansehen durch den Doktortitel hinzu. Aber das Wichtigste an der Promotion sollte immer die Erfüllung eines Wunschtraumes sein – nämlich noch tiefer in die einzelnen Belange des jeweiligen Fachgebiets einzutauchen, neue Entdeckungen zu machen und diese vollständig selbst darstellen zu können. Eine Promotion sollte deshalb niemals nur aus Karrieregründen oder aus finanziellen Gründen in Angriff genommen werden – man muss sich schon dazu berufen fühlen. Nur dann wird man auch mit Freude bei der Arbeit sein und die Gefahr, dass man vorzeitig abbricht, sinkt.
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