Dispositionskredit - Dispokredit
Wer kennt sie nicht - die Situation, in der beim Blick auf den Kontostand das kalte Grauen seine Klauen wetzt. Wieder nähert sich das Guthaben langsam aber sicher der Null, dabei müssen bis zum Ende des laufenden Monats und dem neuen Gehaltseingang noch weitere fünf Tage verstreichen. Zum Glück dämpft der Dispositionskredit aber die größten Ängste. Schließlich bleibt mit ihm noch genügend finanzieller Spielraum erhalten, um auch eine solche Durststrecke zu meistern. Dieses kurze Beispiel zeigt, welchen Nutzen ein Dispositionskredit für viele Bankkunden hat. Trotz allem sollte auf diese Form des Darlehens nur in Ausnahmefällen zurückgegriffen werden.
Was ist ein Dispokredit?
Was versteckt sich aber genau hinter einem Dispositionskredit? Ganz einfach - ein Darlehen der Hausbank! Natürlich ist die Praxis nicht ganz so einfach. Generell räumen die Banken ihren Privatkunden mit einem Dispositionskredit kurzfristige Kreditlinien zur Verfügung, die aber nicht ausgeschöpft werden müssen, sondern lediglich eine gewisse finanzielle Sicherheit über das persönliche Guthaben hinaus versprechen. Anders als bei einem klassischen Darlehen zahlt der Kunde hier nämlich nur dann Zinsen, wenn er den Dispositionskredit wirklich in Anspruch nehmen muss. Voraussetzung für den Dispositionskredit ist im Allgemeinen ein regelmäßiges Einkommen. Wie hoch der Dispokredit aber letztendlich ausfällt, darüber entscheidet vor allem die Höhe regelmäßiger Zahlungseingänge, ab mehr als dem 3-fachen des Einkommens werden Banken sicher Bauchschmerzen bekommen. Für den Verbraucher gilt der Grundsatz, den Dispositionskredit immer im überschaubaren Rahmen zu halten, da sonst schnell die Schuldenfalle zuschnappt.
Den Dispositionskredit nur in Ausnahmefällen nutzen!
Ein Leitsatz, der heute leider nur noch selten Gehör findet, denn manch Bankkunde scheint den Dispositionskredit als persönliches Guthaben anzusehen. Statt das Haben auf dem eigenen Konto weiter auszubauen, verharrt es über Wochen in den roten Zahlen. Die Quittung für den leichtfertigen Umgang mit dem Dispositionskredit folgt auf dem Fuße, denn die Zinsen für eine "Kontoüberziehung" können sich mit 15% oder 16% sehen lassen. Ein Grund mehr, für Anschaffungen und längerfristige Finanzierungen nicht den Dispokredit zu belasten, sondern statt dessen auf einen deutlich günstigeren Ratenkredit auszuweichen. Unser Kreditvergleich hilft Ihnen dabei, schnell und einfach die bessere Alternative zum Dispositionskredit etwas genauer in Augenschein zu nehmen.
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