Direktbanken

Neue Wege zum Kapital - die Direktbanken

Beim Begriff Direktbanken denken Verbraucher sicher zuerst an günstige Angebote zum Thema Tagesgeld. Für Mitarbeiter der alteingesessenen Filialbanken stehen die Direktbanken dagegen eher für Konkurrenten, die mit niedrigen Kredit- und hohen Guthabenzinsen für so manch träges Kreditinstitut ein böses Erwachen mit sich gebracht haben. Geht man in der Geschichte 30 oder 40 Jahre zurück, ist vom frischen Wind der Direktbanken aber noch nicht viel zu spüren. Kein Wunder - sollte es zu ersten Gründungen von Direktbanken nicht vor Mitte der 1990er Jahre kommen. Erst die wachsende Verbreitung des Internets sorgte schließlich dafür, dass die Tür zu einem wesentlich kürzeren Vertriebsweg auch für die Banken aufgestoßen wurde.

Was macht Direktbanken so günstig?

Das Besondere einer Direktbank ist der Verzicht auf Filialen, in denen Berater den Kontakt zum Kunden pflegen. Denn dieser Service ist nicht gerade billig, da neben den Personalkosten natürlich auch die Filialen eingerichtet und unterhalten werden müssen. Alles Serviceleistungen, die am Ende durch den Kunden bezahlt werden müssen. Direktbanken können diesen Kostenfaktor einfach umgehen, da sie per Telefon und vor allem über das Internet mit Bestands- und Neukunden kommunizieren. Wie nicht anders zu erwarten, entstand die erste Direktbank 1995 in den USA. Europa sollte sich noch weitere vier Jahre in Geduld üben müssen, genauer bis zum September 1999.

Tagesgeld & Co. - das Gebot der Stunde

Seit den frühen Tagen mit ihrer Goldgräberstimmung gewinnen Direktbanken auch in Deutschland weiter an Bedeutung - vor allem bei Girokonten, Kapitalanlagen wie dem Fest- oder Tagesgeld und dem direkten Wertpapierhandel. Natürlich runden Kredite und Immobilienfinanzierungen das Angebot ab und sorgen für einen stetig wachsenden Zustrom neuer Kunden. Winken doch hohe Guthabenzinsen, eine schnelle Abwicklung der Geschäfte und eine wesentlich flexiblere Handhabe in den Direktbanken. Wie gestaltet sich aber der Zugang zum eigenen Konto? Keine Filiale heißt doch am Ende auch kein bankeigener Geldautomat, oder? Auf den ersten Blick mag diese Vermutung vielleicht zutreffen, aber viele Direktbanken gehören zu den bekannten Verbundnetzen, was den schnellen und vor allem kostenlosen Zugriff auf einen Geldautomaten möglich macht. Und da hinter so mancher Internet-Bank ein traditionsreiches Unternehmen steht, sind Sorgen um die Kompetenz der Mitarbeiter vollkommen unbegründet.

Direktbanken Vergleiche

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