BAföG Antrag online

Ausbildungsförderung online beantragen

BAföG Antrag online

Länder und Studentenwerke gehen mit
der Zeit und bieten an, den BAföG Antrag online
zu stellen – Bild © vege – fotolia.com

Mittlerweile bieten einige Bundesländer in Kooperation mit den Studentenwerken oder einzelne Studentenwerke an, den BAföG Antrag online auszufüllen. Dabei handelt es sich nicht um Formblätter in PDF-Format, sondern tatsächlich um Assistenten-Tools. Bereits während der Eingabe überprüfen diese Systeme die gemachten Angaben auf ihre Plausibilität, so dass schon beim Ausfüllen groben Fehlern vorgebeugt wird, da wichtige und notwendige Eingabefelder markiert werden.

Antragvorgang pausieren lassen

Das Ausfüllen kann währenddessen auch unterbrochen werden. Hierzu bieten die Online-Tools die Möglichkeit der Zwischenspeicherung, so dass keine Daten verloren gehen. Die gespeicherten Daten können auch auf Datenträger exportiert werden (USB-Stick, SD-Karte etc.) um sie beispielsweise an einem anderen Rechner einzuspielen und das Ausfüllen fortzusetzen.

Beim Abspeichern der Daten wird dem jeweiligen Antrag eine anonyme Telenummer zugewiesen, die der späteren Zuordnung dient. Mit dieser lässt sich auch, sofern der Service vom jeweiligen Bundesland oder Studentenwerk/ Amt für Ausbildungsförderung angeboten wird, der Bearbeitungsstatus des Antrags einsehen.

Papierform bleibt weiterhin

Die Möglichkeit, den BAföG Antrag online zu stellen ersetzt nicht die Schriftform der Beantragung. Lediglich das Ausfüllen der Formulare ist in den Online-Assistenten möglich. Anschließend muss der fertige Antrag ausgedruckt, unterschrieben und beim Amt eingereicht werden. Mit dem Datum des Poststempels gilt der Antrag als eingereicht.

Allgemeine Hinweise zur Antragstellung sowie dem formlosen Antrag sind unter BAföG Antrag zu finden.

Schneller wird der Antrag dadurch beim Amt nicht bearbeitet, aber er kann die Verzögerungen durch Rückfragen vermeiden, da bereits beim Ausfüllen eine Plausibilitätsprüfung durchgeführt wird und bei manchen Anbietern die Daten auch direkt online an das BAföG-Amt übertragen werden. Zudem erstellen die Programme anhand der eingegebenen Daten eine Listen an beizufügenden Unterlagen, was das Zusammenstellen der Unterlagen vereinfachen sollte.

Wo der Online Antrag möglich ist

Zwar basieren mehrere Online-Services auf dem gleichen System (Baden-Württemberg, Bayern und Hessen), dennoch sind die Antragsmöglichkeiten sehr unterschiedlich, da jeweils eine verschiedene Auswahl an Formblättern angeboten wird. So wird es noch nicht ausbleiben, dass weitere Antragsformulare auf dem herkömmlichen Weg ausgefüllt werden müssen, wobei davon auszugehen ist, dass die Anbieter hier nachziehen und das Angebot entsprechend ergänzen werden.


Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg kann BAföG nur vereinzelt bei den Studentenwerken online beantragt werden. Landesweit besteht aber die Möglichkeit des Online Assistenten (eAntrag). Dadurch spart man sich Zeit beim Ausfüllen der einzelnen Formblätter und gibt die Daten direkt in Eingabefelder ein. Am Ende erhalten Antragsteller dann die ausgefüllten Formulare zum Ausdrucken, Unterschreiben und Einsenden an die zuständigen Ämter für Ausbildungsförderung. Bei folgenden Studentenwerken kann der Antrag direkt online erfolgen:


Bayern


Berlin


Brandenburg

Online Anträge für Schüler-BAföG, Förderung nach dem brandenburgischen Ausbildungsförderungsgesetz, Studenten, Meister-BAföG nach dem AFBG und Auslandsförderung für Afrika und Ozeanien (Neuseeland, Neuguinea).

zum Antragstool: Land Brandenburg


Hamburg

Online-Antrag derzeit nur für Studenten an Hamburger Hochschulen sowie Auslandsförderung für die USA möglich.


Hessen


Fehlen in den Online-Formularen Formblätter, so können diese auf den Seiten des Bundes direkt oder über den Antragsassistenten bezogen werden: http://www.das-neue-bafoeg.de/de/432.php

Datenschutz der Online-Tools

screenshot Browser httpsBei allen aufgerufenen Seiten, bei denen man die Ausbildungsförderung online beantragen kann fällt auf, dass die eingegebenen Daten verschlüsselt übertragen werden. Zu erkennen daran, dass bei Seitenaufruf in der Browserzeile anstatt des normalen „http://“ ein „https://“ voransteht („HyperText Transfer Protocol Secure„, zu deutsch: sicheres Hypertext-Übertragungsprotokoll. Soweit sollten also nicht all zu große datenschutzrechtliche Bedenken bestehen, dennoch raten wir die Daten an heimischen oder zumindest geprüften Rechnern und auch WLAN-Netzen einzutragen. Für solche sensible Daten sind öffentliche PCs wie z.B. in Online Cafes oder ungeprüfte Netze gänzlich ungeeignet.