Nach einem angestrebten Regierungswechsel will die SPD das Kindergeld für Geringverdiener um 140 Euro erhöhen. Ein entsprechender Leitantrag wurde vom Bundesvorstand der Partei für den im Dezember stattfindenden Bundesparteitag einstimmig beschlossen.
Nach den Plänen soll somit das Kindergeld für Geringverdiener auf maximal 324 Euro ansteigen. Im Gegenzug soll das Kindergeld für Spitzenverdiener gekürzt werden. Nach Vorstellung der stellvertretenden Bundesvorsitzenden und Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, soll die geplante Erhöhung des Kindergeldes für Geringverdiener zwei Milliarden Euro je Jahr kosten. 800 Millionen Euro sollen dabei von der Kürzung bei Spitzenverdiener, 500 Millionen aus ungenutzten Mitteln bei dem Kinderzuschlag und der Rest aus Bundesmitteln kommen.
Auf Kritik stößt der Vorschlag bei der CDU. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Nach ihrer Ansicht verstößt der Plan, das Kindergeld bei Spitzenverdiener zu kürzen, gegen das Grundgesetz. Sie erinnerte daran, dass die SPD die letzte Kindergelderhöhung um mehr als 10 Prozent noch abgelehnt habe. Auch warf sie der Partei vor, mit veralteten Zahlen aus dem Jahr 2008 zu arbeiten.
