Laut der vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden herausgegebenen Elterngeldstatistik für das Jahr 2009 nutzen immer mehr Männer die Möglichkeit, Elterngeld in Anspruch zu nehmen. Jedoch wird das Angebot regional höchst unterschiedlich wahrgenommen.
Laut der Statistik, in der 167 der 412 kreisfreien Städte und Landkreise aufgeführt werden, lag die Männerbeteiligung am Elterngeld bei bundesweit durchschnittlichen 25 Prozent, was gegenüber 2008 eine Steigerung von 2 Prozent darstellt. Nach den Erhebungen haben 2009 besonders viele Männer in Bayern, Sachsen, Südthüringen und einigen Kreisen in Brandenburg das Elterngeld in Anspruch genommen, wobei Jena in Thüringen wie schon im Vorjahr mit 42 Prozent Spitzenreiter dabei war. Auf Platz Zwei landete die Brandenburger Hauptstadt Potsdam. Das andere Ende der Skala nehmen Emden in Niedersachsen und Bremerhaven (Bremen) ein, wo der Anteil der Männer bei nur 9 Prozent lag.
Sehr regional unterschiedlich ist auch die Höhe des gezahlten Elterngeldes, welches vom vorherigen Durchschnittseinkommen abhängig ist. In den neuen Bundesländern lag die Auszahlungssumme – bis auf sehr wenige Ausnahmen – unterhalb der 1.000-Euro-Grenze. Spitzenreiter hier ist Ingolstadt (Bayern) mit durchschnittlich 1.387 Euro, München (1.088 Euro) und Frankfurt am Main (1.067 Euro).
Während die Inanspruchnahme des Elterngeldes von Männern regional sehr unterschiedlich war, sieht es bei den Frauen ganz anders aus: deutschlandweit nahmen 96 Prozent aller Antragsberechtigten das Angebot auf Elterngeld wahr.
