In Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und Niedersachsen werden sie seit einiger Zeit erhoben, in Nordrhein-Westfalen sollen sie heute abgeschafft werden: die bis zu 500 Euro hohen Studiengebühren. Diese decken nur einen Bruchteil der tatsächlichen Studienkosten, aber laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln profitieren die betroffenen Studenten enorm, was ihre späteren Gehälter angehe.
Laut der Studie koste ein Studienplatz bundesweit im Durchschnitt 7.000 Euro je Jahr, die zum größten Teil durch den Steuerzahler aufgebracht werden. Bei dieser durchschnittlichen Summe allein bleibe es jedoch nicht: auch den Studenten kostet die Ausbildung etwas. So würden Gleichaltrige, die nicht studieren, bereits Geld verdienen, während der Student noch mit Lernen und Studieren beschäftigt sei. Habe also der Gleichaltrige als Berufseinsteiger durchschnittlich 2.000 Euro je Monat zur Verfügung, komme ein Student mit BAföG und Unterhalt der Eltern auf durchschnittlich 1.000 Euro je Monat, was in 2 Jahren 36.000 Euro Verlust bedeute. Womit sich die Frage stellt: Lohnt sich ein Studium überhaupt?
Die Studie gibt hierauf eine eindeutige Antwort: Ja. Menschen mit einem Hochschulabschluss erzielen nach dem Studium ein deutlich höheres Einkommen als die Nichtstudenten, denn ein Akademiker verdient pro Stunde durchschnittlich 78 Prozent mehr als ein Hilfsarbeiter.
Aber damit nicht genug: auch die Bewerbersituation verbessert sich dramatisch mit einem Uniabschluss: Menschen ohne Berufsausbildung sind zu 50 Prozent beschäftigt, Leute mit Berufsabschluss zu 75 Prozent und Akademiker zu 86 Prozent. Auch anhand des Vermögens lässt sich ein deutlicher Unterschied feststellen: hat ein Facharbeiter zum Ende seines Berufsleben durchschnittlich 162.000 Euro inklusive Altersvorsorge zusammengespart, kommt der Akademiker auf rund 500.000 Euro Vermögen.
So gesehen seien die Studiengebühren nur eine Investition in die Zukunft.
