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Vorwurf: Niedersachsens Unis verwenden Studiengebühren falsch

Seit fünf Jahren geben die Studiengebühren heftigen Diskussionen Nahrung. Was ursprünglich eingeführt wurde, um zusätzliche Bildungsinhalte der Hochschulen zu finanzieren, wird oft als Teil der Grundfinanzierung der Unis verwendet. Diesen Vorwurf haben das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren und die Landesvertretungen des Allgemeinen Studentenausschusses erhoben.

Ohne die Studiengebühren, so ABS-Sprecher Alexander Lang, würde der Betrieb der Hochschulen in Niedersachsen zusammenbrechen. Caspar Heybl vom AStA der Uni Hildesheim kritisierte, dass die Grenzen zwischen den zusätzlichen Angeboten – der eigentlichen Zweckbestimmung der Studiengebühren – und der Grundfinanzierung der Hochschulen aus dem Kernhaushalt zunehmend ineinanderfließen.

Wissenschaftsministerium hält an Gebühren fest

Das niedersächsische Wissenschaftsministerium hält dagegen an den 2005 eingeführten Gebühren fest. Über die Studiengebühren flossen den Hochschulen rund 291 Millionen Euro zusätzlich zu, mit denen sich nach Meinung des Ministeriums die Lehrbedingungen haben verbessern lassen. Kritiker werfen dagegen das Argument in die Waagschale, dass Teile der Gebühren Ausgaben decken, die eigentlich aus dem Landeshaushalt kommen sollten. Unterstützung bei der Forderung nach einer Abschaffung der Studiengebühren erhalten die Studenten seitens der Linkspartei. Studenten in Niedersachsen müssen für ein Erststudium 500 Euro pro Semester aufbringen, was die finanzielle Situation angehender Akademiker erheblich belastet.

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