Sechs Prozent mehr BAföG-Empfänger in 2009
Insgesamt 873.000 Schüler und Studierende erhielten im vergangenen Jahr BAföG. Das sind sechs Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2008, wie aus den am Mittwoch vorgestellten Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Insbesondere bei den Studierenden ist mit 7,8 Prozent ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen gewesen. Inzwischen werden wieder Zahlen wie vor 20 Jahren erreicht.
323.000 Schüler (plus 3,5 Prozent) und 550.000 Studierende wurden gefördert. Knapp die Hälfte bezog den BAföG-Höchstfördersatz. Bei den übrigen 50 Prozent war entweder das eigene oder das Einkommen der Eltern zu hoch. Im Schnitt ergab sich 2009 ein Betrag von 434 Euro im Monat. Dafür gaben Bund und Länder rund 2,7 Milliarden Euro aus. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Aufwendungen damit um rund 16 Prozent.
Der Zuwachs bei den Geförderten dürfe nicht als „Freibrief fürs Nichtstun“ aufgefasst werden, warnt der Präsident des Deutschen Studentenwerkes, Rolf Dobischat: „Die BAföG-Erhöhung von 2008 greift, aber weniger als erhofft. Es besteht weiter dringender Handlungsbedarf.“ In dieser Hinsicht ist er mit Bundesbildungsminister Annette Schavan einer Meinung. Sie sieht sich aufseiten der Studierenden und will weiter für sie kämpfen – dafür benötige sie allerdings die Hilfe der Länder. Die hatten vorige Woche die Anhebung der BAföG-Sätze und Freibeträge vorerst gestoppt und an den Vermittlungsausschuss weitergereicht.
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