Heute hat der Bundestag die schon seit Wochen auf wackeligen Beinen angesprochene BAföG Erhöhung beschlossen und gleichzeitig ein bundesweites Stipendienprogramm auf den Weg gebracht. Damit wird der Höchstsatz ab dem Wintersemester 2010 inklusive Krankenversicherungszuschlag 670 Euro monatlich betragen (13 Euro mehr).
Insgesamt steigt der BAföG Bedarf ab Oktober dieses Jahres um 2 Prozent. Gleichzeitig sollen die Einkommensfreibeträge um 3 Prozent erhöht werden, um die Zahl der BAföG Anspruchsberechtigten zu erweitern. Zusätzlich wird die Altersgrenze von derzeit 30 auf 35 Jahre angehoben.
Das neue Stipendien Programm, welches ebenfalls im Herbst kommen soll, sieht eine Förderung von 300 Euro für begabte Schüler vor. Hier geht es um einen Betrag von 300 Euro monatlich, der zur Hälfte in gleichen Teilen jeweils von Bund und Ländern finanziert wird. Die andere Hälfte müssen die Hochschulen über private Sponsoren einwerben.
Bundesbildungsministerin, Annette Schavan (CDU), zeigte sich sehr optimistisch und sprach von einem „wichtigen Schritt“, damit mehr jungen Menschen ein Studium ermöglicht werden kann. Nach Aussagen der Bildungsministerin sei der Anteil der Studenten aus einkommensschwachen Familien noch zu gering. Mit den Änderungen sollen zukünftig 50.000 bis 60.000 mehr Studenten pro Jahr gefördert werden können. Die Einführung des Stipendienprogramms betrachtet Schavan als „überfälliges Signal“. Hier soll die Einführung den Kreis der Berechtigten von 2 Prozent auf 10 Prozent ausweiten, so dass bis zu 160.000 der leistungsstärksten Studenten mit 300 Euro monatlich gefördert werden können.
Der Beschluss kam aber auch nicht ohne scharfe Kritik der Opposition davon, die übrigens gegen den Beschluss stimmte . Der Bildungspolitiker der SPD, Swen Schulz, forderte die Bedarfssätze um 3 Prozent anzupassen und die Einkommensfreibeträge gar um 10 Prozent zu erhöhen. Seiner Auffassung nach sind die aktuellen Regelungen „zu kurz gesprungen“ und es entstehe der Verdacht, dass die BAföG Erhöhungen als „Feigenblatt für ein verkorkstes Stipendienprogramm“ dienen.
Die Anzahl der mit dem Stipendienprogramm geförderten Studenten auf 10 Prozent zu steigern, bezeichnete der Grünen-Hochschulpolitiker, Kai Gehring, als Illusion. Das Programm sei ein „bildungspolitischer Irrweg“, welches hauptsächlich chancenreichen Akademikerfamilien zugute komme. Die BAföG Erhöhung habe zwar gute Ansätze, sei aber insgesamt „halbherzig“, „mager“ und „mutlos“, so Gehring weiter.
„Mini-BAföG-Erhöhung“ und „unsoziales Stipendienprogramm“ lautete die Kritik der Linken-Bildungspolitikerin, Nicole Gohlke. Die Erhöhung der Förderung sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein und beim Stipendienprogramm seien die Hochschulen mit den enormen Verwaltungskosten allein gelassen.
Beide Gesetze müssen noch durch den Bundesrat abgesegnet werden. Die Länder haben hierzu in den vergangenen Wochen ihre Bedenken geäußert und Gegenforderungen gestellt. Noch ist also nichts zu 100 Prozent entschieden.

Ich finde das ja mal voll gemein das nur die “begabten” Schüler und Studenten mit 300 euro gefordert werden sollen…
weil gerade die “nicht begabten” Schüler und Studenten bräuchten es mehr gefördert zu werden..zumindestens mit kostenloser Nachhilfe in bestimmten Fächern…
Deutschlands Regierung merkert das die deutschen Schüler einen relatib schlechtes Notendurchschnitt haben aber keiner fragt sich warum und unternimmt was dagegen
Ich mache eine Ausbildung als Bautechnische Assistentin und bräuchte Nachhilfe in 2 Fächern und kann es mir absolut nicht leisten…Von was auch …ich muss eine eigene Wohnung finanzieren und muss andauernt bei Schulveranstaltungen absagen weil ich kein geld mehr über habe …weil es gerade so für essen und trinken reicht…
Was sind denn schon 13€ mehr, die Ausgaben sind heut zu Tage höher wie die Einnahmen und es wird Schülern wie Studenten nicht einfach gemacht klar zu kommen mit dem bißchen was sie haben.
Ich finde es sehr schade, dass das BAföG bloß um 2% erhöht wird, klar ist das schön weil es immerhin eine Erhöhung ist, aber das Stipendium wird von 80 auf 300€ erhöht!
Bei dem Stipendium gibt es ein Lebenshaltungsstipendium und einmal Büchergeld, Büchergeld erhält grundsätzlich jeder und 80€ sind auch eigentlich in Ordnung für Bücher.
Das Lebenshaltungsstipendium wird gleich wie BAföG ausgerechnet nur, dass man es nicht zurückzahlen muss, das heißt auch in diesem Fall kriegen es nur die, die es auch wirklich brauchen, aber die Erhöhung des Büchergeldes von 80 auf 300€ während Bafög lediglich um 13€ höchstens steigt ist eine Frechheit und es juckt keinen Menschen, keinen Studenten, ich sehe niemanden auf den Straßen…
Die Leute werden von den 300€(soviel gebe ich höchstens in einem Jahr für Lehrbücher usw. aus) sich eh nur zusaufen, auf Kosten der Steuerzahler…
prima, bafög wird erhöht!
ABER: dank des gesundheitsministers zahlen alle studenten gleich mal mehr krankenversicherung.
weiter so deutschland!
fragt sich in der regierung keiner weswegen wir angeblich fachkräftemangel haben????
armes deutschlad…