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Bologna-Konferenz: Bessere Betreuung der Studierenden gefordert

Eines der zentralen Themen während der Bologna-Konferenz, die heute in Berlin stattfindet, wird der von Bundesbildungsministerin Annette Schavan geplante Qualitätspakt für die Lehre sein. Dass die Erwartungen weit höher sind, als das, was später geleistet werden kann, zeigt sich bereits bei den Finanzen. Zwei Milliarden Euro sollen bis 2020 investiert werden. Der Wissenschaftsrat setzt den Bedarf hingegen bei einer Milliarde Euro pro Jahr an.

Ziel ist vor allem, für eine bessere Betreuung der Studierenden in den Massenfächern zu sorgen. Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel, fordert daher, die zusätzlichen Mittel für mehr Personal an den Universitäten zu nutzen und gleichzeitig eine „Akademie für Lehre“ zu schaffen, an der Konzepte erarbeitet und Kurse für Dozenten angeboten werden. Dass die Gelder nicht nur einzelnen Universitäten zugutekommen dürfen, mahnt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft an.

Das sind viele Wünsche, deren Realisierung eher ungewiss ist. Die Länder sollen den Qualitätspakt gegenfinanzieren. So wünscht es sich jedenfalls die Bundesregierung. Angesichts der Spardebatte, die auch vor dem Bildungsbereich nicht halt macht, ein schwieriges Unterfangen. Mit den Studienbedingungen für den Bachelor sind die Studierenden, mit Ausnahme der Ingenieure, indes weitgehend zufrieden.

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