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“unsoziale” Studiengebühren abschaffen – Kraft verunsichert NRW-Unis

Kaum ist die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen entschieden, sorgt Hannelore Kraft (SPD) mit ihrer Ankündigung, bis 2012 die „unsozialen“ Studiengebühren abzuschaffen, für Missmut aufseiten der Universitäten. Die Rektoren fürchten, dass der Ausfall von 280 Millionen Euro im Jahr nicht vom Land kompensiert werden kann und zu Lasten der Lehre geht.

Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, Axel Freimuth von der Uni Köln, sagt daher: „Die Gelder müssen weiter fließen, wir brauchen Planungssicherheit“. Damit spricht er seinen Amtskollegen aus der Seele. Alle Universitäten des Landes haben die Mittel fest in ihr Budget eingeplant. Bei der Uni Münster machen die Studiengebühren zwar nur drei Prozent des Haushalts aus. Der Wegfall wäre allerdings ein schmerzhafter Einschnitt, erklärt Sprecher Norbert Robers.

Dass der von Hannelore Kraft geplante Schritt auch nach hinten losgehen kann, beweist ein Blick nach Hessen. Anfangs wurde die Lücke nach der Abschaffung der Studiengebühren noch mit Landesmitteln ausgefüllt. Die ersten Kürzungen folgten nach zwei Jahren. 2011 sollen 30 Millionen Euro wegfallen. Vor diesen Problemen sehen sich jetzt auch die Universitäten in NRW.

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9 Kommentare zu "“unsoziale” Studiengebühren abschaffen – Kraft verunsichert NRW-Unis"

  1. cini

    Ich hoffe das es schneller geht und wir für das kommende ws10/11 nicht wieder umsonst studiengebühren zahlen müssen. DANKE Hannelore Kraft!

  2. sandra

    man könnte das ganze ja auf 100 Eur studiengebühren beschränken.

  3. Melike

    Ich wär ja sogar bereit 250 oder so zu bezahlen. Aber mitlerweile zahlen wir ja über 700 Euro. Das macht im jahr mal eben 1400 Euro. Ich stehe somit kurz davor mein Studium abzubrechen weil ich mir das alles trotz Bafög nicht mehr leisten kann.

  4. Robert

    Dann geht verdammt nochmal arbeite. In anderen Ländern, wie zB USA, England usw. liegen die Gebühren viel höher. Da zahlst du mal 3000 € für ein Jahr. Man bräuchte nur ein paar Stunden im Monat arbeiten und hätte die 1400 € im Jahr ohne viel Aufwand raus. Aber nur feiern und saufen gehen passen einfach nicht zum Studium. Alle die sich über die Studiengebühren beschweren sollten sich erst einmal an die eigene Nase packen und danach weiter meckern… Man kann nicht immer alles in den Ar… geschoben bekommen und dann noch meckern, warum die Hörsäle zu klein sind oder das Essen in der Mensa nicht schmeckt…

    • Salif

      Robert, wieviel Studiengebühren sind denn in Österreich zu zahlen?

    • Torben

      Robert, ich würde z.b. gerne arbeiten gehen… Aber wann? Vormittags Vorlesungen und Nachmittags Übungen, danach Lernen. Ginge nur am Wochenende…ach nein warte stimmt DA MUSS MAN JA AUCH LERNEN und wenn man sich vllt auch noch ein wenig, nur ein wenig Freizeit behalten möchte (um nicht durchzudrehen), dann nein, nein nicht jeder kann nebenbei arbeiten gehen. Was du auch immer studierst, es ist wahrscheinlich nichts großartig anspruchsvolles…

    • Nik

      ja genau, geh arbeiten fauler student … ich GEHE arbeiten! aber nicht um 1400 euro im jahr der uni in den arsch zu schieben, sondern um meine miete und mein essen zu bezahlen! krankenkasse zahl ich auch noch selbst – und nein, ich bekomm weder bafög (steht mir nicht mehr zu warum auch immer, das is vielleicht die größte verarsche), noch sponsoring von den reichen eltern noch kindergeld oder sonst ein gedöns.

    • Lars

      Ach Herrlich…

      Dieser Robert ist das typische beispiel für jemanden der wahrscheinlich jeden Tag im Büro gefrustet seine Ablage macht und denkt Studenten stehen erst um 14.00 auf und gehen um 14.30 in die Kneipe….

      Lieber Robert dem ist nicht so.

      Zum Thema Studiengebühren folgendes:
      Wenn diese zu 100 % den Studierenden zu gute kommen würden und Menschen die sich diese nicht leisten können unterstützt würden, fände ich es eine sehr gute Sache.
      Allerdings belegen Tatsachen das dem nicht so ist. Ein Beispiel in Hannover wurden von den Eingezodenen Gebühren ein neues “Lernzentrum” gebaut in dem sich zu 90 % Verwaltung befinden wird… Wunderschön, sicherlich, aber ich denke das ist nicht Sinn und zweck der Sache

  5. Hagenbeck

    Die Parteien der Besserverdienenden, CDU und FDP, erheben Studiengebühren, weil ihre Klientel diese aus der Portokasse bezahlen kann, während die Unbetuchten entweder zusätzlich zum Studium jobben bzw. auf ein Studium verzichten müssen oder beim Eintritt ins
    Berufsleben stark verschuldet sind..
    Hannelore Kraft sollte deshalb diese unsoziale Klientelpflege in NRW frühestmöglich beenden. Ein Herumgeeiere bringt nichts. In der Zeit vor Rüttgers und Pinkwart war es offenbar in NRW möglich, die Hochschulen auch ohne Studiengebühren vernünftig zu finanzieren.

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