Für Kinder bis drei Jahren soll zukünftig ein höheres Familiengeld das Kindergeld ablösen, lautet die Forderung der Initiative „Wir sind Familie“ und des Institutes für neue soziale Antworten (INSA). Für den Vorstoß gibt es handfeste Argumente, die angesichts leerer Kassen auf politischer Ebene durchaus Zuspruch finden könnten. Das Konzept würde 400 Millionen Euro weniger kosten als die geplanten Maßnahmen.
Konkret sehen INSA und „Wir sind Familie“ 300 Euro für das erste, 350 Euro für das zweite und 400 Euro für das dritte Kind vor. Mit dem Geld soll die häusliche Betreuung der Kinder unterstützt und könne gegebenenfalls eine Tagesmutter oder der Besuch einer Kindertagesstätte mitfinanziert werden. Rechnet man die Ausgaben für das vom Prinzip her aufgestockte Kindergeld gegen die bisherigen Pläne, liegt das Familiengeld klar vorne.
Würde der Bund wie vorgesehen die Betriebskosten der Kitas übernehmen und das Betreuungsgeld zahlen, käme man auf 2,67 Milliarden Euro und damit 400 Millionen Euro mehr. Der Schritt zum Familiengeld wäre auch im Sinne der Mehrheit der Bürger. 51 Prozent werteten das Betreuungsgeld im Rahmen einer Studie von „Wir sind Familie“ und INSA als „gut“ oder „sehr gut“.

Es ist eigentlich egal, wie man es nennt. Wichtig ist, Familien mit Kindern bekommen usreichend finanzielle Unterstützung!