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BAföG-Anträge sind zu kompliziert

Der bürokratische Aufwand beim BAföG ist zu hoch, zudem werden in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Leistungen gezahlt. Das geht aus einem Bericht hervor, der vom Normenkontrollrat, der Bundesregierung, acht Bundesländern und 14 Ämtern für Ausbildungsförderung erarbeitet wurde. Die Ergebnisse werden heute offiziell vorgestellt.

Die Probleme fangen für Studierende meistens schon damit an, dass die Formulare zu kompliziert sind. Im Schnitt werden für den Erstantrag 335 Minuten benötigt. Teilweise vergehen sogar 25 Stunden, ehe sämtliche Belege und Unterlagen zusammengetragen und die Papiere ausgefüllt sind. Trotz größter Mühen schaffen es dennoch nur ein bis zwei Prozent der Antragsteller, die BAföG-Unterlagen vollständig abzugeben. Ist diese Hürde erst einmal genommen, heißt es Geduld haben. Durchschnittlich 54 Tage vergehen, ehe der Antrag bearbeitet wird, es können aber auch sechs Monate werden.

Für den Normenkontrollrat steht angesichts dieser Daten fest, dass Vieles vereinfacht werden muss, angefangen bei den Formblättern. Einige Änderungen sind bereits in der geplanten BAföG-Novelle vorgesehen. Zum einen soll der Mietzuschuss pauschal berechnet werden. Zum anderen soll eine Anpassung der Studiennachweise an das ECTS-Punktesystem erfolgen (ECTS: European Credit Transfer and Accumulation System). Angestrebt wird darüber hinaus ein Online-Verfahren, das wiederum Angelegenheit der Bundesländer wäre. 70 Prozent der Studierenden sprechen sich für ein solches System aus, das Hilfen gibt und vor fehlenden Angaben warnt.

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