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Nationales Stipendien-System soll schnell auf den Weg gebracht werden

Läuft alles glatt, könnten schon ab dem Wintersemester 2010 rund zehn Prozent aller Studierenden von einem Stipendium über 300 Euro monatlich profitieren. Bislang haben Stipendien, meist von einem Begabtenförderungswerk vergeben, einen recht elitären Charakter. Das zeigt sich auch daran, dass nur zwei Prozent der Hochschüler in den Genuss dieser Finanzspritzen kommen. Das soll sich ändern. Bildungsministerin Annette Schavan drückt deshalb aufs Gas.

Der Gesetzentwurf liegt derzeit bei den Kultusministerien der Länder. Im Frühjahr soll er vom Kabinett, später von Bundestag und Bundesrat abgesegnet werden. Dass es zügig gehen soll, hat einen guten Grund. Annette Schavan will sicher sein, dass Schwarz-Gelb in Nordrhein-Westfalen noch am Zug ist und für die nötige Mehrheit der Regierung im Bundesrat sorgt. Denn es gibt auch kritische Stimmen, so von der SPD. Sie wirft dem System vor, ausschließlich leistungsorientiert zu sein und so die bürgerliche Schicht zu bevorzugen. Die Bildungsministerin sieht es als international gängiges System und betont: „Ich bin überzeugt, das Studium in Deutschland wird damit sozial gerechter.“

Welche Studentin und welcher Student eines der Stipendien erhält, sollen die Universitäten entscheiden. Sie sind für die „Rekrutierung“ zuständig – gleich in doppelter Hinsicht. Einerseits sagen sie, wer die 300 Euro bekommt. Ob nun aufgrund der Noten, sozialen Engagements oder „Hindernissen in der Bildungsbiographie“ – heißt Studierende aus bildungsfernen Schichten, Behinderte oder Migranten – obliegt den Hochschulen. Sie müssen sich auf der anderen Seite aber auch um „Sponsoren“ für die Stipendien bemühen, die 150 der 300 Euro je Stipendium aufbringen. Bund und Länder zahlen jeweils 75 Euro.

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1 Kommentar zu "Nationales Stipendien-System soll schnell auf den Weg gebracht werden"

  1. Thomas K.

    Das mit den Stipendien ist ja alles schön und gut, aber bist das alles beschlossen ist, ist man ja doch fertig mit dem Studium.

    Ich habe damit zum Glück keine Probleme. Ich studiere an der FHDW in Paderborn, einer privaten Fachhochschule.
    Studiengebühren bezahle ich nicht, da ich im dualen System studiere. Ich bekomme also gleichzeitig Praxiserfahrung und spare eine Menge Geld.
    An einer privaten FH zu studieren ist so für mich mehr als nur eine Alternative zu staatlichen Hochschulen, die es mal wieder nicht hinbekommen Studenten vernünftig zu fördern.

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