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Düsseldorfer Tabelle 2010 – der Vergleich zu 2009 in “Zahlen”

Wie wir bereits Anfang des Monats berichtet haben, wurde durch das OLG Düsseldorf am 06. Januar die neue Düsseldorfer Tabelle 2010 veröffentlicht. Die Neufassung ist mit Jahresbeginn 2010 notwendig geworden.

In den unten aufgeführten Beispielen zu der Düsseldorfer Tabelle sind die aktuellen Zahlbeträge für 2010 im Vergleich zu 2009 aufgeführt. Die Zahlbeträge sind die tatsächlichen Zahlungen des Kindesunterhalts und ergeben sich, wenn das Kindergeld vom Tabellenbetrag zum Abzug gebracht wird. Für minderjährige Kinder wird das Kindergeld zu 50 Prozent, bei Volljährigen zu 100% abgezogen.

Mit Jahresbeginn 2010 ergeben sich durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz folgende Kindergeldbeträge:

  • ersten beiden Kinder: jeweils 184,00 €
  • das dritte Kind: jeweils 190,00 €
  • ab dem vierten Kind: jeweils 215,00 €

Vergleiche der Düsseldorfer Tabelle

Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind nur die Zahlbeträge für das erste und zweite Kind ermittelt. Die Vorschriften zum Kindergeld bei den Zahlbeträgen gelten für weitere Kinder entsprechend.


Düsseldorfer Tabelle 1. Altersstufe

Düsseldorfer Tabelle 2. Altersstufe

Düsseldorfer Tabelle 3. Altersstufe

Düsseldorfer Tabelle 4. Altersstufe
Die vollständige Düsseldorfer Tabelle 2010 mit allen Zahlbeträgen finden Sie hier: Düsseldorfer Tabelle

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5 Kommentare zu "Düsseldorfer Tabelle 2010 – der Vergleich zu 2009 in “Zahlen”"

  1. Fröhlich

    Die Erhöhung es Kindesunterhaltes in dieser Höhe ist eine absolute Frechheit. Leider haben unterhaltspflichtige Väter in den seltensten Fällen eine Lobby, wie andere Interessengruppen. Ich sehe von keinerlei Sozialverbänden etc. irgendeinen Protest. Ich habe das Gefühl, das man denjenigen, die ihren Unterhalt regelmäßig zahlen, dafür büßen läßt, das andere Elternteile sich der Unterhaltspflicht entziehen, so nach dem Motto, die haben es ja. Vor allem sehe ich es als nicht gerechtfertigt an, das Kindesunterhalt nicht mit Hartz IV-Sätzen verglichen werden. Ich sehe eigentlich nicht ein, warum ein 14-jähriges Kind, höhere Untehaltsleistungen erhält als ein erwachsener Hartz IV_Empfänger. Wo ist denn hierbei die Logik? Die Politik macht es sich hierbei wieder einmal sehr leicht. Mal eben 13 % rauf, das geht ja wie im Bundestag mit den Diäten, gell?? Wie ein Unterhaltsleistender mit seiner Kohle auskommt und was von seinem Gehalt übrig bleibt, interessiert die Politiker scheinbar gar nicht. Desweiteren ist auch nicht einsehbar, das nicht der andere, beruftstätige Elternteil, nicht auch ein wenig an der Unterhaltslast beteiligt wir. Aufgrund der beruflichen Tätigkeit ist die Kinderbetreuung hier lediglich ein Halbtagsjob und ich frage mich ob überhaupt ein Sachleistungsunterhalt in der gleichen geldlichen Höhe, wie der eigentliche Unterhalt zu stande käme. Dieses hat ja leider noch nie jemand nachgerechnet. Letztendlich ist es doch so, das der Unterhaltsempfangende Elternteil, den Unterhalt doch nicht nur für das Kind verwendet. Dieser Elternteil lebt ganz gut davon, ohne auch nur einen Handschlag dafür zu tun oder das Geld wird dazu eingesetzt den Kindern Wünsche zu erfüllen, die der andere Elternteil aufgrund der Unterhaltslast nicht erfüllen kann. Der Unterhaltsempfänger ist daher sehr fein raus und in den Augen der Kinder auch der bessere Elternteil. Von dem/der kriegt man ja alles!

    • Karin Kreft

      Erstens habe ich das Gefühl das manche Männer die Scheidung der Frau und den Frust darüber ein Leben lang an den Kindern auslassen. Berüfstätig sein und Kinder alleine großzuziehen ist ein 24 Stunden Job, das müssen uns die Männer erstmal nachmachen, das heisst komplette Selbstaufgabe als Mensch, bloß daß wir Mütter es aus Liebe machen können manche Männer vor lauter Selbstmitleid leider nicht nachvollziehen.

      • Krämer

        Ich bin auch Mutter, aber Gott sei dank ich lebe noch in einer intakter Ehe. Sie haben schon Recht, dass es nicht leicht ist, zu arbeiten und gleichzeitig Kinder zu erziehen. Aber ich muss sagen, dass viele Mütter nach der Trennung auch nicht wollen, den Vater in den Kindesalltag mit einbeziehen. Es gibt aber viele Väter, die eigentlich auch ganz gerne sich um das Kind im Alltag kümmern würden (z.B. nachmittags vom Kindergarten abholen etc.) und nicht nur jedes zweite WE.
        Ich kann die Väter, die immer höheren Unterhalt zwangsweise an ihre Ex abführen müssen ganz gut verstehen. Sie haben nämlich nicht mal das Recht zu erfahren, was genau für den Unterhalt gekauft wird. Und der Unterhalt richtet sich nicht nach dem tatsächlichem Bedarf des Kindes wie bei Kindwrn aus intakten Familien. Ich muss sagen, mein 1,5 Jahre altes Kind braucht im Monat keine 473€ (mein Mann müsste aber laut DDT 2010 289€ zahlen + 184€ Kindergeld). Da die Unterhaltsbelastungen für viele Väter richtig hoch sind, fehlt bei vielen sogar das Geld sein Besuchsrecht wahrzunehmen (Fahrtkosten zum Kind, Freizeitsaktivitäten, Essen, Kinderzimmer etc.)
        Also bin ich der Meinung, dass der Unterhalts- udn Betreuungslasten bei Trennungseltern gerechter und individueller verteilt werden müssten.

    • Krämer

      Ich bin zwar Frau udn Mutter, aber schließe mich Ihrer Meinung voll an. Die DDT 2010-Beträge ist wirklich eine Frechheit den Trennungsväter gegenüber. Ich bin auch der Meinung, dass das Einkommen von betreuenden Elternteilen (meist Müttern) bei Unterhaltszahlung berücksichtigt werden müssten, wenn der Trennungsvater sich um das Kind kümmert und sein Umgangsrecht wagrnimmt. Außerdem müsste es möglich sein, wenigstens einen Teil der Umgangskosten (Essen, Strom/Wasser, Freizeit) vom Regelunterhalt abzuziehen, da der Mutter doch in der Umgangszeit keine Verpflegungskosten usw. entstehen.

    • stengel

      Herr Fröhlich,

      besser kann man die Zustand nicht formulieren.
      Sie haben zu 110 % Recht. Die Verantwortlichen wissen das auch.
      Natürlich kann man nicht pauschallieren, aber in vielen Fällen ist es genau so. Leider wird sich nichts ändern. Denn dieser Ist Zustand ist der bequeme Weg für die Anwälte, die Richter und alle die damit Ihr Brot verdienen. Warum also im Sinne der Gerechtigkeit ändern?
      Es bleibt so wie es ist. Menschen wie Herr Fröhlich oder ich sind die Dummen. Aber irgendwann gleicht sich das an anderer Stelle des Lebens wieder aus.

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