Das statistische Bundesamt hat am Donnerstag die Zahlen für die ersten drei Quartale 2009 präsentiert. Für die Sozialsysteme ein schwarzer Tag angesichts tiefroter Zahlen. Vor allem bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigt die Kurve nach wie vor steil nach unten. Das Defizit stieg um 13,2 Milliarden auf 15,9 Milliarden Euro.
Die Ausgaben der BA schnellten um 16,7 Prozent nach oben und erreichten einen Wert von 35,4 Milliarden Euro. Betrachtet man die Ausgaben für das Arbeitslosengeld getrennt vom großen Topf, gab es alleine in diesem Bereich einen Zuwachs um fast 20 Prozent. Auf der anderen Seite sackten die Einnahmen der Bundesagent für Arbeit um 29,2 Prozent ein. Sie erreichten einen Wert von 19,6 Milliarden Euro. Ursache hierfür ist der niedrigere Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung. Er wurde zum 1. Januar 2009 um 0,5 Prozent gesenkt. Doch auch Kurzarbeit und die steigende Arbeitslosigkeit haben ihren Beitrag zu dieser Entwicklung geleistet.
In den übrigen Bereichen des Sozialsystems sieht es nicht viel besser aus. Das Defizit der Rentenversicherung wuchs um 2,2 Milliarden Euro und liegt laut Statistischem Bundesamt bei 2,9 Milliarden Euro. Bei den Einnahmen erreichte man ein leichtes Plus von 0,9 Prozent. Die Ausgaben stiegen gleichzeitig um 2,2 Prozent. Lediglich die Kranken- und Pflegeversicherung konnte in der Zeit von Januar bis September 2009 einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro erwirtschaften.
