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Betreuungsgeld stellt falschen Anreiz dar

Die Bertelsmann Stiftung aus Gütersloh hat sich schon vor einiger Zeit gegen das Betreuungsgeld ausgesprochen, gibt der Diskussion um die ab 2013 geplante Leistung jetzt aber eine völlig neue Dimension. Sie hat eine Studie zum Anteil von Migrationskindern an der frühkindlichen Bildung veröffentlicht und heizt damit auch die Migrationsdebatte an.

Nur 84 Prozent der Kinder mit Migrationshintergrund besuchten derzeit eine Kindertagesstätte oder vergleichbare Institutionen. Der Anteil sei zwar “ganz ordentlich”, berücksichtigt werden müssten aber deutliche regionale Unterschiede. So sind es in Schleswig-Holstein gerade einmal 60 Prozent. Spitzenreiter ist Baden-Württemberg mit 94 Prozent. Die Bertelsmann-Stiftung sieht in der Studie die Bestätigung dafür, dass viele Kinder aus Migranten-Familien gar nicht oder erst ein Jahr vor der Einschulung in einer Kindertageseinrichtung angemeldet werden. Dadurch würde die Chance verschenkt, diese Kinder zu fördern und ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Um das zu ändern, müssten die Barrieren, die vom Besuch einer Kita abhalten, endlich abgebaut werden.

Die Bertelsmann-Stiftung spart daher nicht mit Kritik an der derzeitigen Familienpolitik, insbesondere am geplanten Betreuungsgeld. “Das ist ein völlig falscher Anreiz”, erklärte Dr. Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Stiftung. Vorgesehen ist, Eltern 150 Euro zu zahlen, wenn sie Kinder unter drei Jahren zu Hause betreuen, statt sie in den Kindergarten zu schicken. Stattdessen müssten die Zugangschancen verbessert werden. Nur so könne die Betreuungsquote verbessert und mehr Bildungsgerechtigkeit geschaffen werden.

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1 Kommentar zu "Betreuungsgeld stellt falschen Anreiz dar"

  1. Ich habe selbst erlebt, wie isoliert ein Kind durch die Fremdsprache der polnischen Mutter , in Deutschland ist und bleibt.
    Dieses Kind kommt nie richtig an und bleibt
    heimatlos.
    Selbst wenn eine solche Mutter Deutsch kann, wird sie dem Kind nur ihre eigene Sprache bei bringen. -Nationalstolz- uninteressant
    ist für sie, das das Kind Probleme bekommt.
    Für eine solche Mutter zählt nur die monatliche Zahlung von Hartz IV
    Betreuungsgeld und der Unterhalt des Deutschen Kind-Vaters, wovon eine Polin in Deutschland sehr viel besser leben kann als in Polen.

    Ja und es werden immer mehr für unser Sozialsystem.

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