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Insolvenzen nehmen drastisch zu

34.000 Firmen werden laut Schätzung des Statistischen Bundesamtes in diesem Jahr Insolvenz anmelden müssen. Bis einschließlich September stehen bereits 24.700 Firmenpleiten zu Buche. Das sind elf Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders drastisch stieg die Zahl im September. Alleine in dem Monat mussten 2.910 Unternehmen die Notbremse ziehen. Das entspricht einem Plus von 17,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

“Was wir jetzt beobachten, ist die Welle von Folgeinsolvenzen bei Zulieferern und Dienstleistern in den stark betroffenen Branchen, vor allem Automobilindustrie, Maschinenbau und Handel”, erklärte Siegfried Beck, Chef des Verbandes Insolvenzverwalter Deutschland (VID). Er spricht von einer extremen Marktbereinigung. Im Bereich Kfz habe die Abwrackprämie die Entwicklung nur für eine kurze Zeit verzögern können. Betrachtet man die offenen Forderungen der Gläubiger, sind es alleine für September 42,6 Milliarden Euro (plus 2,8 Milliarden Euro). Dass die Zahl so hoch ausfällt, wird mit dem starken Anstieg von Pleiten wirtschaftlich bedeutender Unternehmen begründet.

Bei den Verbraucherinsolvenzen sieht es nicht besser aus. Hier betrug der Anstieg im September, bezogen auf den Vorjahresmonat, 7,4 Prozent. Innerhalb der ersten neun Monate dieses Jahres haben insgesamt 74.635 Haushalte Privatinsolvenz beim zuständigen Amtsgericht beantragt.

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