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Jetzt also doch: BAföG soll zum 1. Oktober 2010 angehoben werden

Manchmal geht es schneller als man denkt: Wie ein Sprecher des Bundesbildungsministeriums heute mitteilte, soll das BAföG nun doch zum 1. Oktober 2010 angehoben werden. Die Details müssten mit den Bundesländern festgelegt werden. Zudem sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) von Änderungsbedarf bei den Studiengängen: “Hier muss dringend etwas unternommen werden.”

Die Mittel für ein höheres BAföG sollen unter anderem aus dem Bundeshalt zur Verfügung gestellt werden. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erklärte dazu am Donnerstag bei Maybrit Illner, dass in den kommenden vier Jahren zwölf Milliarden Euro mehr für die Bildung ausgegeben würden, inklusive der BAföG-Anpassung. Im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr sei die erste Rate hierfür bereits eingeplant. Für die hochschulpolitische Sprecherin der Linken, Nicole Gohlke, steht angesichts dieser Entwicklung fest: “Die Proteste der letzten Tage und Wochen haben Wirkung gezeigt.” Jetzt müsse Bundesbildungsministerin Annette Schavan nur noch erklären, wie hoch die die Anpassung ausfalle und auch die Bezugszeit für das BAföG verlängern.

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2 Kommentare zu "Jetzt also doch: BAföG soll zum 1. Oktober 2010 angehoben werden"

  1. Nils

    Hey, das wurde ja auch mal Zeit, dass die Politik endlich aufwacht… Nur kommt die Erhöhung für viele Studenten viel zu späht. Insbesondere für die Studenten, die mitlerweile ihr Studium aufgeben mussten, weil die finanziellen Möglichkeiten ausgeschöpft waren, auf Grund der hohen Studiengebühren und der erhöhten Lebenserhaltungskosten. Eigentlich müsste die Umsetzung eher ermöglicht werden, vor allem, wenn man bedenkt, wie schnell die Regierung immer ist, wenn sie den Bürgern das Geld aus den Taschen ziehen will… das geht dann innerhalb von ein paar Wochen.

  2. Lotte

    Dass nun eine Erhöhung kommen soll, ist ja so gesehen eine feine Sache. Die Studenten, die aber kein Bafög erhalten, weil beispielsweise das elterliche Einkommen zu hoch ist, gucken weiter in die Röhre.
    Ein Ansatzpunkt sollte sein, die Studiengebühren abzuschaffen oder zumindest abzusenken.
    Neben der Erhöhung des Bafög halte ich auch eine Anhebung der Hinzuverdienstgrenze sowie des Freibetrages für das elterliche Einkommen für zwingend notwendig. Damit könnten auch Studenten, die aufgrund des elterlichen Einkommens ausgeschlossen sind, endlich in den Genuss kommen. Neben dem Studium zu arbeiten ist nämlich sehr anstrengend und nicht zuletzt leidet das Studium darunter.
    Viele studenten studieren gefühlt nur noch nebenbei, weil sie jeden Tag aufs Neue versuchen müssen, sich finanziell über Wasser zu halten. Aber die Studiengebühren sind ja eine gerechte Sache.
    Es würde mich nicht wundern, wenn nach der Bafög Erhöhung irgendwelche Politiker auf die Idee kommen, die Studiengebühren anzuheben. In der Regel ist es ja so, bekommt man an einer Stelle mehr vom Staat, wirds einem an anderer Stelle doppelt und dreifach wieder weggenommen.

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