Proteste gegen Studiengebühren: Audimax der Ludwig-Maximilians-Universität besetzt
Die deutschen Studierenden scheinen dem Vorbild aus Österreich zu folgen: Während sich die Proteste in der Alpenrepublik unter dem Motto “Uni brennt” wie ein Flächenbrand ausgebreitet haben, stehen sie in der Bundesrepublik noch am Anfang. Angefangen hat es mit der Besetzung der Akademie der Bildenden Künste in München vor einer Woche. Jetzt ist die Ludwig-Maximilians-Universität an der Reihe.
Dabei sah es eigentlich so aus, als hätten die Studierenden bereits die Segel gestrichen. Sie hatten mit Farbe und Pinsel die Schmierereien an den Wänden der Akademie übermalt und sich nach einer Woche “Camping” zurückgezogen. In der Nacht vom 11. auf den 12. November zogen sie dann um in den Audimax der Ludwig-Maximilians-Universität. Bundesweit seien rund 20 Hochschulen besetzt worden, heißt es in München. Eine große Protestwelle ist allerdings nicht zu spüren. So waren es in Münster gerade mal 53 Studierende, die den Audimax besetzen wollten. Sie wurden von der Polizei nach draußen begleitet. Auch sie protestieren gegen Studiengebühren und sprechen sich für eine Demokratisierung der Hochschule aus.
In München möchte man nicht ganz so schnell klein beigeben. Nach eigenen Angaben seien es mehrere hunderte Studentinnen und Studenten, die Mittwochabend das Gebäude eingenommen haben. Sie hoffen, sich damit Gehör zu verschaffen. „Niemand darf eine Studienreform gegen den Willen der Studierenden erzwingen. Deshalb fordern wir Mitbestimmungsrecht an allen Entscheidungsprozessen der Universität, die das Studium betreffen“, so die Erklärung der Initiatoren. Dank der Besetzung, die als Plattform für Diskussionen dienen soll, könnten die Probleme im Bildungssystem nicht länger totgeschwiegen werden.
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Ich frage mich warum so viele Studierende Protestieren, im enteffekt haben doch grade wir was davon. Ehrlich gesagt finde ich die Studiengebühren auch hoch aber die Gelder die wir einzahlen, fördern doch auch die weiteretwicklung unserer Lernmaterialien.