Während die schwarz-gelbe Koalition noch versucht, in Gleichschritt zu kommen und Prioritäten abzustecken, wissen die Deutschen ganz genau, was sie wollen. Bildung und Familie stehen laut ARD-Deutschlandtrend ganz oben auf der Wunschliste an die neue Regierung.
Die von Infratest Dimap und Welt Online durchgeführte Umfrage zeigte allerdings auch, dass die Sorgen über die wirtschaftliche Zukunft und die Angst vor Arbeitslosigkeit längst nicht überwunden sind. Im Gegenteil: Die Zahl der Erwerbstätigen, die fürchten, den Job zu verlieren, stieg seit Juni um fünf auf 42 Prozent an.
Mit Blick auf die aktuelle Politik und die Vorhaben der Bundesregierung sind die Deutschen weitgehend einer Meinung. 90 Prozent halten eine Steigerung der Ausgaben im Bildungssektor für die dringendste Aufgabe. Dahinter folgen mit 77 Prozent die Anhebung von Kindergeld und Kinderfreibetrag, ein höheres Schonvermögen bei Hartz IV (75 Prozent) und im gesundheitspolitischen Rahmen ein stärkerer Wettbewerb der Kassen (55 Prozent). Überraschenderweise scheinen die Bundesbürger steuerliche Entlastungen aktuell nicht für besonders wichtig zu halten. Nur 54 Prozent sehen hier akuten Handlungsbedarf.
