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Stipendien für zehn Prozent aller Studierenden geplant

Von einem Stipendium können die meisten Studierenden nur träumen. Lediglich zwei Prozent kommen derzeit in den Genuss einer Förderung, bezahlt von der Wirtschaft, Parteien oder der Kirche. Das soll sich ändern. CDU/CSU und FDP streben an, zehn Prozent aller Studierenden ein Stipendium zu gewähren.

Bei besonders guten Leistungen ist eine Begabtenförderung von 300 Euro pro Monat geplant. Die Parteien verstehen es als „Signal an die nächste Generation“. Das System würde laut ersten Berechnungen rund 450 Millionen Euro kosten – aufgeteilt auf Bund, Länder und Wirtschaft. Wobei Länder und Wirtschaft von ihrem „Glück“ vermutlich erst noch überzeugt werden müssen.

Die Hälfte des Budgets soll zu Lasten von Bund und Ländern gehen. Ob die Länder überhaupt bereit sind, so tief in die Geldsäckel zu greifen, steht noch nicht fest. Auch die Wirtschaft bzw. „private Förderer“, von denen in den Entwürfen die Rede ist, stehen noch nicht Schlange, um 225 Millionen Euro in die Begabtenförderung zu investieren. Denn die aktuellen Zahlen werden auf Dauer nicht zu halten sein. Zwei Millionen Studierende gibt es derzeit. Zehn Prozent davon wären 200.000. Bei 300 Euro im Monat stehen unter dem Strich 720 Millionen Euro pro Jahr. Hinzu kommt noch das BAföG, das als zweite Säule erhalten bleiben soll und derzeit an jeden fünften Studenten gezahlt wird.

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