Die österreichischen Universitäten sind nicht gut auf die Bundesrepublik zu sprechen. Da das Nachbarland 2008 die Studiengebühren gestrichen hat und sich die Zugangsvoraussetzungen einfacher gestalten, treibt es immer mehr Studierende aus Deutschland nach Österreich. Schon jetzt machen sie laut Angaben des Wissenschaftsministeriums rund sieben Prozent aller Studierenden in der Alpenrepublik aus. Tendenz steigend – zumal es nicht einmal Sprachbarrieren zu überwinden gilt.
Vor allem aus Bayern, wo 500 Euro Studiengebühren fällig werden, zieht es immer mehr junge Menschen in das “Studienparadies”. Damit soll aber bald Schluss sein. Denn den Rektoren der 22 Universitäten wird es langsam aber sicher zu viel. Karlheinz Töchterle von der Universität in Innsbruck spricht von einem „Vorgeschmack“ auf das, was noch zu erwarten sei – und der ist gar nicht nach seinem Gusto. Im Fach Psychologie stammen zwei von drei Studierenden aus Deutschland. In Salzburg ist Publizistik mit einem Anteil von 50 Prozent besonders betroffen. Bezahlen müssen die gratis Studienplätze die österreichischen Steuerzahler, kritisiert Töchterle.
Versuche, den Zustrom zu stoppen, gab es bereits. So sollten die deutschen Studenten nachweisen, dass sie auch in der Bundesrepublik einen Studienplatz haben. Der Europäische Gerichtshof wertete das als Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes. Seit 2006 gibt es deshalb Eignungstests und dürfen maximal 20 Prozent der Studienplätze durch andere EU-Bürger besetzt werden. Diese Regelung gefällt der EU auch nicht und ist daher nur bis 2012 zulässig. Schon jetzt wird laut darüber nachgedacht, die Studiengebühren wieder einzuführen. Aufgrund des Widerstandes dagegen wird ein neuer Weg diskutiert. Österreichische Erstsemester sollen einen Kredit von 800 Euro pro Monat erhalten, dafür aber wieder Gebühren zahlen. Das Darlehen muss nach dem Abschluss dann getilgt werden.

Die Lösung wäre so einfach: Abschaffen der Studiengebühren EU-weit, dann müsste niemand nach Österreich “fliehen”. Wäre doch nett, wenn sich Europa mal für was Sinnvolles einsetzen würde
Lösung für dieses Problem: Abschaffung der Studiengebüren EU-weit!!
Eine weitere Lösung ist das Duale Studium – ich studiere zum Beispiel BWL an der privaten Fachhochschule der Wirtschaft in Paderborn (FHDW) als duales Studium und finanziere mir mein Studium durch die Praxisphasen in einem Unternehmen – damit schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, denn durch diese praktischen Phasen wird die bloße Theorie ausgeglichen und der Einstieg ins Berufsleben extrem vereinfacht – vielleicht sollte man diese Möglichkeit auch an Unis anbieten.