Die Bildungspolitik ist einer der Bereiche, in denen SPD und Linke in Brandenburg trotz eines Milliardenloches im Haushalt kräftig nachlegen wollen. In vielen Punkten herrschte schon vor den Koalitionsgesprächen weitgehend Einigkeit über die Marschroute. Einige Stationen konnten im Rahmen der Gespräche jetzt abgehakt werden.
Ganz und gar auf einer Linie sind Rot/Rot beim Schüler-BAföG. 100 Euro monatlich soll es für Abiturienten aus sozial schwachen Familien geben. Das hatten beiden Parteien schon im Wahlkampf angekündigt und sich jetzt darauf verständigt, das Versprechen auch einzuhalten. Freuen dürfen sich auch Studentinnen und Studenten. Linke und SPD haben den Studiengebühren in Brandenburg eine klare Absage erteilt. Das Nein zu den Studiengebühren und das Schüler-BAföG sind zwei Schritte, mit denen Bildung unabhängig vom Einkommen der Eltern ermöglicht werden soll.
Ein weiteres Thema ist die Zahl der Lehrerstellen: 1.400 Stellen sollen innerhalb von fünf Jahren neu geschaffen werden. Ziel ist es, die Klassen kleiner zu gestalten und den Unterrichtsausfall zu minimieren. Die Zahl von 1.400 Lehrerinnen und Lehrern bildet einen Kompromiss. Die Linke hatte ursprünglich 2.000 gefordert, die SPD 1.250. Mit auf dem Plan stehen auch der Ausbau von Ober- und Gesamtschulen zu Ganztagsschulen und die Einführung der Gemeinschaftsschule als Modell.

interessant, aber wird Schüler-BAföG nicht zumindest teilweise vom Hartz IV abgezogen?