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Chancengleichheit: Höheres BAföG und bundesweites Stipendien-System gefordert!

“Ohne BAföG geht es nicht”, sagt Achim Meyer auf der Heide, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks. Seine Kollegen, wie Jürgen Allermeyer, Geschäftsführer des Studentenwerks Hamburg, können ihm da nur beipflichten. Sie fordern von der neuen Bundesregierung deutliche Signale bei der Bildungspolitik. Die Studienförderung müsse im Sinne der Chancengleichheit verbessert werden.

Dass selbst der aktuelle BAföG-Höchstsatz nicht alle Ausgaben decken kann, zeigt das Beispiel Hamburg: Die Lebenshaltungskosten in der Hansestadt liegen bei durchschnittlich 860 Euro. Die Höchstförderung beträgt allerdings nur 648 Euro. Das heißt: Viele müssen zusätzlich Geld verdienen, um über die Runden zu kommen.

Viel schlimmer sei, dass viele Studienberechtigte den Gang an die Uni oder Fachhochschule gar nicht erst antreten – aus Angst um die Finanzierung und vor zu hohen Belastungen. Von denen, die es wagen, beantragt ein Viertel BAföG – im Jahr 2008 bezogen 510.000 Studierende Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz – und nehmen 60.000 ein Darlehen auf.

Achim Meyer auf der Heide sieht insbesondere bei den Darlehen die Gefahr, dass sich junge Menschen übernehmen und letztlich nur die Privatinsolvenz bleibt. Das seien keine Zukunftsszenarien, sondern werde immer öfter bittere Realität. Daher müsse das BAföG-System ausgebaut werden. Gleichzeitig seien mehr Stipendien nötig.

Diese Probleme sind CDU und FDP durchaus bekannt. Michael Kretschmer von der Union erklärte dem Kölner Stadt-Anzeiger. “Die wichtigste Priorität ist der Kampf gegen die Bildungsarmut. Die Anzahl derer, die auf der Strecke bleiben, muss massiv reduziert werden.” Seitens der FDP plädiert Ulrike Flach für ein bundesweites Stipendien-System: Wo Studiengebühren verlangt würden, müsse es auch Stipendien geben.

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1 Kommentar zu "Chancengleichheit: Höheres BAföG und bundesweites Stipendien-System gefordert!"

  1. P.Hielscher

    Na,also die totale Lösung ist das ja wohl auch nicht!Was ist mit den Studenten,die länger studieren müssen,weil sie die notwendigen “Scheine” nicht zusammen bekommen,welche sie für ihren Abschluss brauchen????Wo kein Elternteil mehr Unterstützung leisten kann und laut Gesetz dürfen Studenten ja auch nur 400,-€ dazuverdienen!!!!Wenn sie dennoch Bafög weiter beantragen wird der verzinst und wovon bitte sollen sie den zurück bezahlen,wenns dann nicht mal mehr zum Leben reicht.Und damit meine ich auch nur die Studenten,die wirklich Interesse am Studium haben,nicht ständig das Fach wechseln oder mal nur eben so aus Langerweile studiern,weil sie keinen Bock haben zu arbeiten.

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