Es ist Wahlkampf. In dieser Zeit müssen sich Politiker zu vielen Themen äußern. Auch zu jenen, die in der Öffentlichkeit eher kritisch betrachtet werden. Bei Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan (CDU) zählen dazu die Studiengebühren. Im Rahmen einer Wahlveranstaltung in Laupheim bezog sie erneut Stellung zur umstrittenen Regelung und machte keinen Hehl daraus, dass sie ganz klar für Studiengebühren ist.
Sie sieht in den Gebühren ein Stück Gerechtigkeit. Schließlich müssten Handwerker, die den Meisterbrief anstreben, auch sehr viel Geld in ihre Weiterbildung stecken. „Warum sollen Studierende dann nichts für ihre Ausbildung bezahlen?“, so Schavan. Der Erfolg eines Bildungssystems hänge nicht von der Zahl der Akademiker ab. Die Bundesrepublik sei auch ein „Flaggschiff der beruflichen Bildung“. Die Ministerin lobte vor allem die Unternehmen, die viel Zeit und Geld in die Ausbildung junger Menschen investierten und ihnen so deutlich machten, dass sie gebracht würden. Als Schwachstelle sieht sie nach wie vor die frühkindliche Bildung, die lange vernachlässigt wurde.
Während Dr. Annette Schavan sich für Studiengebühren ausspricht, soll heute an der Universität des Saarlandes über deren Abschaffung diskutiert werden. Die Veranstalter erwarten Vertreter der Landtagsparteien. Mit von der Partie sind auch die Studierendenschaft und der Präsident der Uni. Sicher ist, dass sich die Studierenden über das Ende der Gebühren freuen würden. Die Universität hingegen sieht Nachteile auf sich zukommen, sollten die Gelder ausbleiben.

Die Frau Dr. Schavan findet es also gerecht das der Student für seine Ausbildung bezahlt, denn schließlich muss ein Meister auch für seinen Titel bezahlen. Führt man den Gedanken weiter wäre es nur gerecht wenn ein Azubi seinem Betrieb auch einen kleinen Obuls für die kostenlose Ausbildung abdrückt??