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Zahl der Insolvenzen schnellt infolge der Wirtschaftskrise nach oben

Die Finanz- und Wirtschaftskrise ist längst nicht überwunden. Stattdessen zeigt sich erst jetzt, mit welcher Gewalt sie das Land durchgeschüttelt hat und wie groß die Schäden wirklich sind. Ein Gradmesser ist die Zahl der Insolvenzen auf privater und geschäftlicher Ebene.

Alleine im Juni 2009 wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 15,9 Prozent mehr Firmenpleiten verzeichnet. Auf das gesamte erste Halbjahr hoch gerechnet, steht ein Besorgnis erregendes Plus von 14,8 Prozent im Raum. Bei den Verbrauchern stieg die Zahl der Privatinsolvenzen im Juni um 4,1 Prozent und gab im ersten Halbjahr um gerade einmal 2,6 Prozent nach.

Die zarte Pflanze namens “Konjunkturaufschwung” bedarf angesichts von nur 0,3 Prozent Wirtschaftswachstum also noch sehr viel Zeit, bis sie in voller Blüte steht. Der Insolvenzverwalterverband VID warnt jedenfalls davor, zu große Hoffnungen auf eine nachhaltige Erholung zu haben, insbesondere in den Schlüsselbranchen. Der kurzfristige Aufschwung sei vor allem auf staatliche Hilfen und Einmaleffekte zurückzuführen. VID-Chef Siegfried Beck malt vorerst noch eine eher düstere Zukunft. Er erwartet, dass die Zahl der Firmen- und Privatinsolvenzen in den nächsten Monaten weiter ansteigt. Vor Ende 2010 sei nicht mit einer Besserung zu rechnen.

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