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Saarland klagt über viele jugendliche Empfänger von ALG

Das Echo der Wahlen im Saarland ist auch am dritten Tage nicht verhallt. Das gute Abschneiden der Linken unter der Führung des einstigen SPD-Spitzenpolitikers Oskar Lafontaine liegt vielen Vertretern der so genannten etablierten Parteien steinschwer im Magen.

Dass es der Linke an der Saar jedoch gelingen konnte, ein so ordentliches Ergebnis zu erzielen, ist angesichts der aktuellen Zahlen zur Lage auf dem saarländischen Arbeitsmarkt möglicherweise nicht ganz überraschend. Vor allem Jugendliche geraten vor Ort zunehmend in den Kreislauf der Arbeitslosigkeit.

Nicht in allen Bereichen des Arbeitsmarktes erging es dem Saarland zuletzt ähnlich schlecht wie dem Bundestrend. Mit einer Arbeitslosenquote von 8,0 Prozent sind derzeit im Saarland vergleichsweise wenig Menschen auf Arbeitslosengeld angewiesen.

Doch bei der Zweigstelle der Bundesagentur für Arbeit erwartet man in den kommenden Monaten wie überall im Land deutliche Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. Ein Anstieg der Gruppe der Arbeitslosengeld-Empfänger in einer Größenordnung von knapp unter 4000 innerhalb eines Jahres seit August 2008 wäre für andere Bundesländer kaum erwähnenswert.

Bei einem kleinen Bundesland wie dem Saarland findet eine solche Zahl aber doch Beachtung. Vor allem junge Menschen sorgen sich um ihre berufliche Zukunft und geben nun scheinbar der Linken eine Chance im Kampf gegen die Zunahme der Anträge auf Arbeitslosengeld.

Auch Prophylaxe wird eine entscheidende Rolle spielen. Denn viele der jungen Arbeitslosen verfügen nicht über eine Berufsausbildung. Auch dieser Sache wird sich die neue Regierung annehmen müssen.

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