Wie es um die Entwicklungen im Verhältnis zwischen Männern und Frauen steht, dazu konnte das Wiesbadener Statistische Bundesamt zum Wochenbeginn einmal Informationen bereitstellen. Das Ergebnis ist dabei nicht zwingend allzu überraschend.
Die Erkenntnis, dass größtenteils die Mütter vom staatlichen Angebot Gebrauch machen, auf das die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen so stolz ist, hätte kaum jemand zuvor anzweifeln wollen. Nach wie vor sind es meist die Mütter, die sich eine Auszeit aus dem Beruf gönnen, um sich um den Nachwuchs kümmern zu können.
Noch immer gilt für die meisten Herren der Schöpfung, dass sie sich in fast Dreiviertel aller Fälle beim Elterngeld mit dem Basismodell über zwei Monate zufrieden geben, um sich voll und ganz der Erziehung der Neugeborenen beteiligen zu können. so wenigstens die Fakten für das 2. Quartal des Jahres 2009.
Die Gruppe der Väter, die sich über die Höchstdauer von 12 Monaten über das Elterngeld für die Familie entscheiden, ist mit einem Anteil von acht Prozent auch weiterhin eher überschaubar groß. Parallel dazu nutzen immerhin 90% der Mütter das Elterngeld über die gesamten 12 Monate. Nur knapp in einem Prozent der Mütter-Anträge wird das Elterngeld nur für zwei Monate genutzt.
Erhebliche Unterschiede gibt es nach wie vor auch bei den Ansprüchen über das Elterngeld. Während die Hälfte der Väter mehr als 1000 Euro monatlich erhielten, lag der Anspruch für immerhin 54% der Mütter sogar unter der Grenze von 500 Euro.
