Debatten nach Wirtschaftsweisen Forderung zum ALG

Dass er seine Äußerungen unbedacht in die Medien gebracht hat, kann man dem Vorsitzenden des deutschen Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sicher nicht unterstellen.

Wolfgang Franz hatte sich am Wochenende dafür ausgesprochen, die Dauer für den Bezug von Arbeitslosengeld im Verlauf der Wirtschaftskrise wenigstens vorübergehend per Gesetz zu verlängern. Von erheblichen Verlängerungen war dabei ohnehin nicht gesprochen worden.

Vielmehr nannte der Wirtschaftsweise Franz einen Zeitraum von wenigen Monaten als geeignet, um die Auswirkungen der derzeitigen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt abzufedern. Als zu erheblichen Einschnitt bezeichnet der Experte den Wechsel vom Arbeitslosengeld in den Bezug der Transferleistung Hartz IV.

Grundsätzlich sei die Überlegung sinnvoll, ob die Leistung Arbeitslosengeld nicht flexibler gestaltet werden müsse, um besonderen wirtschaftlichen Umständen gerecht werden zu können. Gute Zeiten könnten die Anspruchsdauer schmälern, während in schlechten wirtschaftlichen Zeiten ein verlängerter Anspruchszeitraum gegeben sein könnte.

Damit will der Wirtschaftsweise Franz die derzeitige Rezession für die vielen Arbeitslosen im Land erträglicher werden lassen. Von übermäßigem Optimismus für den Arbeitsmarkt hält der Ökonom nichts. Deutschland stehen seiner Auffassung nach erst noch die schlimmsten Veränderungen bevor.

Währenddessen kritisiert Frank das Modell Kurzarbeit. Die Kosten für die Unternehmen seien zu niedrig, weshalb die Möglichkeiten vielfach bis zur Schmerzgrenze ausgenutzt würden.

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