Höhere Staatsschulden durch Kindergeld und Kurzarbeit
So nötig die Anhebung der unterschiedlichen Sätze beim Kindergeld und die Leistung Elterngeld für die deutschen Verbraucher sind. Vor allem sind sie aus rein staatlicher Sicht ein Kostenfaktor, der nicht zu unterschätzen ist.
Die verschiedenen Leistungen auf kommunaler Ebene und Bundesebene treiben gemeinsam mit der Rezession das Defizit Deutschlands auf eine Summe von immerhin 17,3 Milliarden Euro. Diese Zahlen entsprechen einer Defizitquote von etwa 1,5 Prozent, wie es das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekannt gab.
Allein bei den Einnahmen des Staates, die aus der Körperschaftssteuer erzielt werden, beläuft sich das Minus im Jahresvergleich auf 46 Prozent. Dramatisch ist das Haushaltsminus einstweilen noch nicht. zumindest hat Deutschland vonseiten der Europäischen Union keine Konsequenzen zu fürchten, denn die Obergrenze für den Anstieg des Defizits beträgt drei Prozent.
Dennoch kommt wie so oft eins zum anderen aus Sicht der Kritiker, nach deren Auffassung viele der Reformen dieses Jahres schlicht zu schnell und zu unüberlegt worden waren. So hätte sich mancher Experte erhofft, dass die Honorarreform für die deutschen Ärzte nicht gleichzeitig mit der kostspieligen Kindergeld-Erhöhung und dem neuen Kinderbonus für Schulmaterial umgesetzt worden wären.
Doch etwas das Ausmaß der Kurzarbeit und die daraus resultierenden Ausgaben für den Bund waren anfangs schlicht nicht in der jetzigen Form absehbar, so die Erklärung der Befürworter der Umsetzungen beim Kindergeld und den anderen Maßnahmen.
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