Wieder einmal ist es die Bundeshauptstadt Berlin, die mit Schwierigkeiten im Bereich der staatlichen Leistungen für Bedürftige in negativer Form auf sich aufmerksam macht.
Natürlich sind es in diesem Fall beim Wohngeld nicht die Berliner selbst, sondern die neuen Regelungen für den Bezug des Wohngeldes, die zu Komplikationen und finanziellen Engpässen bei den Bürgern sorgen.
Eigentlich waren die pünktlich zur Jahreswende in Kraft getretenen Richtlinien zum Wohngeldgesetz dazu gedacht, für mehr Verbraucher nach einem Antrag für höhere Leistungen durch die Sozialämter zu schaffen. Allmählich wird nun die immense Zahl der Anträge abgearbeitet und es zeigt in mehreren hundert Fällen, dass statt der höheren Bezüge das genaue Gegenteil der Fall ist.
Für so manchen bisherigen Empfänger des Wohngeldes in Berlin bringen die Veränderungen eher negative Entwicklungen mit sich. Der Grund für diese neue Situation ist in vielen Fällen die Anforderung, dass neue Anträge fällig wurden durch die neuen Richtlinien.
Für manchen Wohngeld-Empfänger, der bereits seit mehreren Jahren Anspruch hatte, ergaben die Neuberechnungen der Behörden einen reduzierten Anspruch. Hinzu kommt, dass verschiedene bisherige Extras wie die Zuzahlung beim Medikamentenbedarf oder die Gebührenbefreiung beim Kraftfahrzeug inzwischen entfallen.
Nun soll eine Initiative ins Leben gerufen werden, um Druck auf den Bund auszuüben, der eine neue Härtefallregelung schaffen könnte, um derartige Wohngeld-Abstriche zu verhindern. Denn für die meisten Empfänger ist die finanzielle Situation schon ohne die neuen Einbußen dramatisch genug.
