Erhebliche Vermittlungswartezeiten für Empfänger von Arbeitslosengeld

Die Tatsache, auf Hartz IV oder Arbeitslosengeld angewiesen zu sein, ist für viele Verbraucher in Deutschland schon dramatisch genug. Nun entwickelt sich die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt aber auch weiterhin zum Nachteil.

Einerseits kommt es immer öfter dazu, dass Arbeitnehmer auf lange Sicht nach einer Kündigung des bisherigen Arbeitsverhältnisses keine neue Anstellung mehr finden können. Dies lässt logischerweise auch die Ausgaben des Staates steigen, der länger als bisher Arbeitslosengeld zahlen muss. Doch mitunter sind laut aktuellen Auswertungen Betroffene selbst zum Teil mitschuldig an der Verzögerung bei der Vermittlung durch die Argen in einen neuen Job.

Denn viele Arbeitnehmer lassen sich bei der Arbeitslosmeldung zu viel Zeit. Zeit, die möglicherweise die Aussichten auf rasche Neuanstellung schmälern kann, so die Meinung von Experten. Grundsätzlich ist man sich aber einig, dass vor allem die aktuelle Wirtschaftslage zu den längeren Vermittlungszeiten geführt hat.

Vor knapp drei Jahren gelang es laut Statistiken der Bundesregierung noch rund 20 Prozent der gekündigten Arbeitnehmer, zügig an anderer Stelle eine neue Stelle anzutreten. Dieser berufliche Übergang gelang im vergangenen Jahr schon nur noch jedem achten Arbeitnehmer, wie das Bundesarbeitsministerium auf Anfrage der Linken zu berichten weiß.

Parallel zu dieser Zuspitzung der Arbeitsmarkt-Probleme wurden bei den Arbeitsagenturen zuletzt verstärkt Sanktionen gegen Empfänger von Arbeitslosengeld verhängt, wenn die Verbraucher sich nach einer Entlassung nicht unverzüglich für eine Vermittlung arbeitssuchend melden.

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