Die Zeiten, in denen Studierende einzig aufgrund ihrer wissenschaftlichen Vorlieben oder wegen begrenzter Studienangebote bereit sein mussten, in die Ferne zu schweifen, scheinen vorbei zu sein.
Heute sind es nach aktuellen Umfragen wie beispielsweise an der Technischen Universität Chemnitz fehlende Studiengebühren und ähnliche Kostenfaktoren, die zur Aufnahme eines Studiums in vormals vielleicht weniger begehrten Regionen führen.
Die Umfrage unter Studierenden der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der TU Chemnitz ist nicht die einzige, doch sie birgt eines Ausdruckskraft. Teilgenommen haben rund 2150 Studenten im ersten Semester, von denen das Wissenschaftsministerium den Grund für das Studium in Chemnitz erfahren wollten. Fast 1800 Umfrage-Teilnehmer gaben an, dass die Gebührenfreiheit der wichtigste Grund für den Umzug war.
Mit immerhin noch deutlich mehr als 1500 Antworten sind die niedrigen Lebenshaltungskosten ein weiteres gutes Argument. Dass die Umfrageergebnisse für den Standort Sachsen sprechen, ist offensichtlich. Und auch eine hohe Qualität des Studiums und ein gutes Klima zwischen Studierenden und Dozenten attestieren die Befragten ihrer Uni.
Doch die Tatsache, dass die Studiengebühren in derart hohem Maße bei der Entscheidungsfindung im Rahmen der Wahl des Studienplatzes Einfluss haben, sehen Kritiker als erneute Bestätigung dafür, dass die Studiengebühren in vielerlei Hinsicht negative Veränderungen bewirkt haben für die angehenden Akademiker im Land.
