Deutsche Studenten leiden häufiger unter Stress und Depressionen
Zwar beziehen sich die neuen Zahlen aus der Umfrage des Forsa-Instituts zu Stresssituationen und der psychischen Verfassung deutscher Studierender auf die Studentenschaft in Hessen.
Nach der Vielzahl der Meldungen aus den vergangenen Monaten und Wochen lässt sich jedoch ablesen, dass die Ergebnisse durchaus auf andere Bundesländer übertragbar sind. 68 Prozent der Umfragteilnehmer und –Teilnehmerinnen geben zu Protokoll, dass die akute Prüfungsphase in Zeiten von Studiengebühren und der kurzen Bachelor-Studienphasen ausgesprochen stressig für sie ist.
Hinzu kommen Sorgen um die eigene berufliche Zukunft. Dass beides – also Stress und Zukunftsangst- bedingt zum Leben eines Auszubildenden dazu gehört, mag auf der Hand liegen. Doch die von der Techniker Krankenkasse beauftrage Umfrage bestätigt auch, dass die Zahl der Studenten steigt, die auf therapeutische Hilfe angewiesen sind.
Laut aktuellen Ergebnissen nehmen jedes Jahr in Deutschland etwa 90.000 Studenten den Weg zur Psychotherapie auf sich, um mit professioneller Unterstützung Krisensituationen zu bewältigen. Vor allem Angstzustände, depressive Verstimmungen und waschechte Depressionen sind Gründe für die Behandlung.
Zur Angst vor Misserfolgen mischen sich zunehmend auch finanzielle Sorgen, wenn für weitere Semester Studiengebühren bezahlt werden müssen und die Aussicht auf einen frühzeitigen Studienabschluss schwindet, weil der Stress Überhand nimmt.
Zunehmend wird an den deutschen Unis für entsprechende Möglichkeiten zur Entspannung geboten, um die Studenten präventiv bei der Stressbewältigung zu entlasten.
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