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BDA kritisiert Bundesagentur für Arbeit

Dass sich die Kunden der Arbeitsagenturen mitunter über eine nicht ausreichende Betreuung beklagen, ist sicher nachvollziehbar.

Schließlich geht es direkt um das eigene Schicksal, nicht nur in rein beruflicher Hinsicht, wenn die Arbeitslosigkeit drückt. Doch nun sind es auch die Arbeitgeber, die der Bundesagentur für Arbeit Ineffizienz in vielen Bereichen unterstellt und rasche Reformkonzepte aus der Politik einfordert.

So sei es recht verwunderlich, dass der deutsche Arbeitsmarkt in der jetzigen Phase der Wirtschaftskrise vielerorts offene Stellen zur Verfügung hat, die nicht besetzt werden. Menschen, die Arbeitslosengeld beziehen, werden aus Sicht des BDA, der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände, in vielen Fällen nicht im notwendigen Umfang über Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt beraten.

Noch wichtiger stellt sich das Defizit der Behörden laut BDA in Bereich der Vermittlung und der Abstimmung zwischen Angebot und Nachfrage dar. Die Argen seien zwar besser beworben, so Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt.

Doch wer Arbeitslosengeld erhält in Deutschland, fühlt sich noch immer häufig nicht ausreichend über Möglichkeiten informiert. Dies ist auch aufseiten der Arbeitgeber der Fall. Die Unternehmen zeigen sich verwundert darüber, dass sie zwar freie Stellen zu bieten haben, aber nicht die entsprechende Rückmeldung von der Bundesagentur erhalten. Bei der BA kritisiert man im Gegenzug das Verhalten der Unternehmen.

Diese seien oft zu kritisch den vermittelten Arbeitnehmern gegenüber, zudem würden längst nicht alle offenen Stellen bei den Arbeitsagenturen angezeigt, um diese Arbeitsplätze zügig zu besetzen.

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2 Kommentare zu "BDA kritisiert Bundesagentur für Arbeit"

  1. Weitdenkender

    von einer Arbeitsagentur hier noch zu sprechen, klingt für mich wie Hohn, denn in Wahrheit werden die Arbeitssuchenden hier immer noch verwaltet und ein echtes Interesse daran, die Leute wieder in langfristige Beschäftigung zu bringen, scheint diese Arbeitsagentur nicht zu haben. Wenn man sich das Stellenportal der Bundesagentur ansieht, sind dort zu 99 Prozent mittlerweile Zeitarbeitsfirmen, die auch nur befristet einstellen. Warum also vermitteln die Argen nur hauptsächlich an Zeitarbeitsfirmen, obwohl hinlänglich bekannt ist, dass die Arbeitssuchenden so von der Hartz IV-Spirale nie wieder los kommen, weil sie entweder oft nur befristet eingestellt werden um über den Drehtüreffekt wieder in der Arbeitslosigkeit zu landen oder aber so wenig verdienen, dass sie auf Aufstockungen mit Hartz IV angewiesen bleiben. Herr Hundt hat hier mal ausnahmsweise recht, wenn er sagt, dass die Effizienz der Bundesagentur mangelhaft ist, auch wenn ich oft die Meinung von Herrn Hundt zu anderen Themen nicht teile. Das Problem ist aber auch die Stigmatisierung, die mit der Einführung der Hartz IV-Gesetze vonstatten ging. Denn seit dieser Zeit wird kein Unterschied mehr gemacht zwischen echten Arbeitslosen ohne Schulabschluss und dergleichen und solchen Arbeitslosen, die Schulabschlüsse haben und viele Jahre einer Arbeit nachgingen. Dieses Zusammenlegen von Leuten, die unter dem Deckmantel Hartz IV geführt werden hat zu Vorurteilen geführt, denn welcher Unternehmer stellt Jemand ein, wo er in der Erwerbsbiographie eine Hartz IV-Zeit drin vorfindet? Da ist Deutschland nicht mehr fortschrittlich und das alte Schubladendenken wird wieder salonfähig, obwohl Vorurteile gegen Andersdenkende und Volkgruppen doch der Vergangenheit angehören sollte zugunsten einer toleranten und zukunftsweisenden Gesellschaft. Über Bekanntschaften habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass Unternehmer in anderen Ländern nicht so vorurteilsbelastet sind, wie in Deutschland. Dort sucht man nicht nach der Nadel im Heuhaufen um einen Grund vorzuschieben, Jemanden nicht einzustellen, auch wenn sein Lebenslauf Lücken aufweist. Da können Unternehmen in Deutschland noch eine Menge hinzulernen. Dies ist übrigens auch einer der vielen Gründe, weshalb aus Deutschland viele Menschen auswandern, die die Schnauze voll haben von unflexiblen Unternehmen, die zu Dumpinglöhnen beschäftigen wollen bei bester Ausbildung und einer unfähigen Arbeitsagentur, der es immer noch lieber zu sein scheint, zu verwalten, als ernsthaft in vernünftige Beschäftigung zu vermitteln. Mal ehrlich: Wenn es der Arbeitsagentur wirklich was wert wäre, jeden Arbeitslosen zu vermitteln, hätte sie es doch schon längst getan und nicht mit so einem Schwachsinn, wie 1-Euro-Jobs, die kontraproduktiv sind. Die FDP wollte die Arbeitsagenturen schon lange abschaffen. Auch wenn ich kein Freund der FDP bin. Da hat sie Recht!

  2. Die 10 besten Meldungen zum Themenbereich Weiterbildung und Bundesagentur auf: http://www.trendbote.de/info-ausschreibungen-ba.htm

    Und das Archiv dazu (aktuell 307 ausgewählte Meldungen) auf: http://www.trendbote.de/info-ausschreibungen-ba-archiv.htm

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