Vor wenigen Jahren verhielt sich die Lage um Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen vielfach deutlich anders. Lange Zeit wurden Akademiker mit FH-Abschluss in Vorstellungsgesprächen mitunter belächelt, während ihren Kollegen von der Uni der Vorzug gegeben wurde.
Ausnahmen waren vielfach Studiengänge aus dem sozialen Bereich und ähnliche Studiengänge, in denen die praktische Vorerfahren besonders wichtig sind. Die Situation rund um das Studium an den Fachhochschulen im Lande hat sich mittlerweile jedoch deutlich verändert.
So ist die Nachfrage bei den Unternehmen groß nach Absolventen der FH. Etwa sieben von zehn FH-Absolventen gelingt es spätestens nach einem Viertel nach dem Studienabschluss, eine Anstellung zu finden. In Zeiten der Arbeitsmarktkrise ist dies zweifelsohne ein nicht zu unterschätzendes Qualitätskriterium.
Diese Zahlen sind das Ergebnis einer Absolventenstudie, die das Statistische Bundesamt zum Wochenbeginn veröffentlich hat. Noch besser liest sich die Zahl der Studierenden der FHs auf 2-und-5-Jahres-Sicht. Etwa 92 Prozent sind nach diesen Zeiträumen erwerbstätig.
Begründet wird dies mit dem hohen praktischen Anteil des Studiums, während sich die angehenden Akademiker nach dem Universitäts-Alltag vielfach trotz verstärkten Praxisbezugs als Teil der Generation Praktikum erst noch ihre praktischen Sporen verdienen müssen. Bezug nimmt die Studie auf Zahlen der Jahre 2003 bis 2006.
