Peter Frankenberg, seines Zeichens baden-württembergischer Wissenschaftsminister, musste in den vergangenen Wochen immer wieder heftige Kritik aus der Opposition über sich ergehen lassen.
In einem Bereich hält der Politiker aus der CDU die Kritik sogar für bedingt gerechtfertigt, weil es sich um ein grundsätzliches Systemproblem handelt, nicht um ein individuelles Problem im Studiensystem seines Bundeslandes. Auch Frankenberg spricht sich für eine Umstrukturierung des Studienmodells mit Bachelor- und Masterstudiengänge aus.
Denkbar hält der Minister dabei eine Verlängerung des BA-Studiums auf vier Jahre, wie es bereits von anderen Politern und Bildungsexperten gefordert worden war. Im Gegenzug könnte die Spezialisierungsphase im Master-Bereich verkürzt werden auf später nur noch ein Jahr. Überlegungen müssten bei einer generellen Verlängerung der Studienzeiten eine Korrektur bei der Dauer von den BAföG-Zahlungen angestellt werden.
In einem anderen Punkt nimmt der Politiker Frankenberg sich von den Vorwürfen nichts an. Die Studiengebühren sieht der Wissenschaftsminister als korrekt an, räumt jedoch ein, man habe nicht im vollen Umfang die Hohe der Geschwisterregelungs-Nutzer einkalkuliert. Die Klagen der Unis über zu hohe Ausfälle bei den Studiengebühren durch die besagte Regelung sieht Frankenberg jedoch nicht ausreichend begründbar.
Denn auch vor der Regelung für Familien mit mehreren Kindern an deutschen Unis seien viele Gelder schlicht nicht ausgegeben worden von den Hochschulen. Engpässe könnten daher kaum vorliegen. Von Unterfinanzierung, wie bei den Unis oft argumentiert wird, könne daher kaum gesprochen werden.
