Momentan besinnt man sich bei den Sozialdemokraten wohl wieder auf die Wählergruppen, die früher mal die Stammwähler der Partei gewesen sind und sich zunehmend von der SPD abwenden.
Jedenfalls lassen dies die Forderungen der SPD im schönen Brandenburg vermuten. Dort soll nun endlich ein Modell für Schüler-Bafög dafür Sorge tragen, dass mehr Kinder aus sozial schlechter gestellten Familien bei entsprechender Befähigung eine Bildungskarriere auf dem Gymnasium anstreben.
Im Berliner Senat geht man aufgrund der begrenzten verfügbaren Plätze auf den weiterführenden Schulen sogar noch einen Schritt weiter. Dort sollen der möglichst gerechten Vergabe wegen Schulplätze fürs Gymnasium auf Wunsch des Senats verlost werden.
In der Landeshauptstadt ist nicht jeder Vertreter der beiden roten Regierungsparteien von diesen Plänen begeistert. Auch bei den Linken macht man sich daher zunehmend für das Schüler-Bafög stark, dass für mehr Gerechtigkeit in Sachen Bildung führen. Verabschiedet wurde der entsprechende Gesetzesentwurf im Senat in Berlin bereits.
Allerdings müssen sich die potentiellen Nutzer noch eine Weile gedulden. Vor den kommenden Landtagswahlen kann es nicht mehr zur Umsetzung des Schüler-Bafögs kommen. Ob es später klappt, hängt von den Wahlergebnissen ab.
Im Mittelpunkt der Pläne steht eine monatliche Leistung in Höhe von 100 Euro. Diese sollen für bedürftige Schüler ab Klasse 11 gezahlt werden. Der Vorteil für die Empfänger: Sie müssen die Summen nicht wieder zurückzahlen, wie es beim Studenten-Bafög wenigstens anteilig der Fall ist.
