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Wohngeld Wartezeiten könnten weiter steigen

In gewisser Weise erinnern die Meldungen über die neuen Zahlen beim stark modifizierten Anspruch auf Wohngeld an die Fakten zur Geschwisterregelung bei den Studiengebühren.

Dennoch auch waren die Auswirkungen der Regelung vorher wohl nicht jedem Politiker wirklich klar. Dass Handlungsbedarf beim Wohngeld bestand, hat spätestens die grassierende Wirtschaftskrise beeindruckend deutlich machen können.

Doch zum Zeitpunkt der Reform beim Wohngeld waren die aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt in der jetzigen Form kaum vorhersehbar. Denn die neuen Bedingungen für die Arbeitnehmer mit Kurzarbeit, Kündigung und allgemein finanziellen Problemen wirkt sich nun in vielen Teilen Deutschlands gravierend auf die Anträge auf Wohngeld aus.

Mehr als verdoppelt hat sich diese Zahl mitunter und dazu geführt, dass die Wartezeiten längst nicht ihre erträgliche Obergrenze erreicht haben. Experten befürchten, es könnte im Laufe des Jahres zu weiteren Verzögerungen bei der Bewilligung von Wohngeld kommen. Dafür hat letztlich jedoch weniger die Anhebung der Einkommensgrenze gesorgt.

Vor allem die Kurzarbeit hat zur Folge, dass die Zahl der möglichen Wohngeld-Empfänger in erheblichem Maße gestiegen ist binnen weniger Monate. Das Zusammenspiel mit dem so genannten Kinderwohngeld, dass sich aus einer Neuregelung bei Hartz IV ergibt, erhöht sich die Menge der Wohngeld-Anträge noch weiter. Abhilfe schaffen soll nun vielerorts die zunehmende Automatisierung der Anträge.

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