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SPD gegen Studiengebühren und für Reform beim Bachelor

So langsam beginnen die Wähler vermutlich an der Realität zu zweifeln. Denn wenn man den Forderungen der Parteien in ihren Wahlprogrammen und bei den Veranstaltungen zum Wahlkampf so lauscht, wird schnell deutlich:

Scheinbar wollte eigentlich niemand die Studiengebühren an den deutschen Unis einführen. Woher die Gebühren nun dennoch kommen, ist den Studierenden wohl herzlich egal. Sofern die hohen Ausgaben pro Semester nur endlich wieder abgeschafft würden.

Aktuell ist der Generalsekretär der Sozialdemokraten, Hubertus Heil, der sich einerseits ausdrücklich gegen die Studiengebühren ausgesprochen hat. Zudem hat Heil jedoch weitere Reformansätze im deutschen Universitätswesen gefordert. So ist seiner Meinung nach die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge zu schnell und vielfach unzureichend in die Tat umgesetzt worden.

Dies müsse nun schleunigst korrigiert werden. So fordert die SPD mehr Zeit zum Lernen im Studium. Und zwar in all jenen Studiengängen, bei denen die Erfahrung der vergangenen Jahre gezeigt hat, dass die Regelstudienzeit im Bachelor-System mit sechs Semester nicht ausreicht, um alle Inhalte lernen und verstehen zu können.

Für denkbar hält der SPD-Politiker Heil eine Aufstockung auf maximal acht Semester je nach Studiengang. Kein Wunder also, dass die Forderung nach einer Abschaffung der Studiengebühren ein Programmpunkt bei der SPD-Wahlkampftour ist. Denn bei einer Verlängerung der Studienzeit müssten die Studierenden nochmals tiefer in die Tasche greifen.

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