Mancher Arbeitnehmer denkt sich vermutlich noch heute, wie gut es wäre, noch einmal Student zu sein, um das Leben zu genießen.
Doch diejenigen, die nicht gerade ein Dasein als Bummelstudenten fristen, haben häufig vor allem finanzielle Sorgen, die nicht zu unterschätzen sind und sicher kein Garant für entspanntes Studieren sind. umso erfreuter dürften nun die Studierenden im schönen Saarland sein.
Denn der Landtag des Saarlandes hat zur Wochenmitte entschieden, sich mehr für die Belange wirtschaftlich belasteter Studenten und Studentinnen stark zu machen. Mit dieser Entscheidung hilft die Politik denjenigen angehenden Akademikern, die ihre Studiengebühren nicht aus eigener Tasche bezahlen können, sondern für die Finanzierung ein zusätzliches Darlehen aufnehmen müssen.
Die Gruppe dieser Studenten an deutschen Unis ist zuletzt erneut deutlich gestiegen. So soll das Land Saarland zukünftig dem Gesetzesentwurf entsprechend für die anfallenden Zinsen im Rahmen dieser Studentenkredite aufkommen, um die Immatrikulierten ein wenig zu entlasten.
Wie zu erwartet war, ließ die Kritik an dieser vermeintlichen Entlastung nicht auf sich warten. Sozialdemokraten sowie die Vertreter der Grünen und der Linken verwiesen mit ihren Gegenstimmen im Landtag darauf hin, dass es sich nicht um ein wirkliches Geschenk handelt. Denn würden die Studiengebühren wie von studentischer Seite und der Opposition gefordert abgeschafft, wäre diese Neuregelung mit Wirkung ab dem kommenden Wintersemester gar nicht erst nötig geworden.

Die SPD Saar kümmert sich um die Belange der wirtschaftlich belasteten Studentinnen und Studenten. Im 100-Tage-Regierungsprogramm steht drin: Abschaffung der Studiengebühren. Die Landtagswahl im Saarland findet am 30. August 2009 statt.